Alter ist eine Frage der Einstellung

Ich bin gerade einmal 20 Jahre alt und trotzdem habe ich manchmal den Gedanken "Ich bin alt." Es ist schwer zu erklären, aber vor allem früher dachte ich, dass man pünktlich mit 18 Jahren auszieht und mit 20 auf jeden Fall fest im Leben steht und einen Freund hat, mit dem man zusammenwohnt und alles ist toll. Bis auf dass ich einen Freund habe, habe ich quasi nichts erfüllt. Eigentlich mache ich mir darüber nicht so große Gedanken. Als Erstklässler hatte man auch das Gefühl, dass die Sechstklässler die krassesten Typen der Welt seien. So oder so ähnlich. Aber letztens war ich online und jemand hatte mich gefragt, wie alt ich denn sei. Natürlich antwortete ich wahrheitsgemäß und die Antwort ließ nicht lange auf sich warten "OMG ein Erwachsener!!" Ich? Erwachsen? Ach ja .. offiziell ist man das ja mit 18, dass ich nicht lache. Und ich bin sogar schon 2 Jahre erwachsen. Was hab ich mich in dem Moment alt gefühlt. Innerlich bin aber alles andere als reif und erwachsen. Ich dachte ebenso früher, dass wenn man 18 wird, man dieses Bewusstsein hat, dass man das weiß und sich dementsprechend verhält. Ich habe aber das Gefühl ich verhalte mich nicht anders als mit 16, oder 18. Wenn ich mich in meinem Freundeskreis so umsehe, verhalten auch wir uns immer noch wie in der Schule, nur dass wir anstatt über Schule über Arbeit und Uni reden. Ja gut, der erste Aspekt, der zeigt, man wird älter. Es gibt doch diesen tollen Spruch "Männer werden 7, danach wachsen sie nur noch" ... trifft das nicht auf uns alle zu? Wir werden älter, aber irgendwann wird nur noch der Körper älter, der Geist nicht unbedingt, wenn man das nicht möchte.
 

 
20 scheint mit 16 so steinalt zu sein, dabei hatte ich mit 16 mehr Pläne über meine Zukunft als jetzt. Und einen geregelteren Tagesablauf, obwohl ich das frühe Aufstehen nicht vermisse. Pascal und ich haben mal eine Weile uns darüber unterhalten, dass wir uns geistig niemals so fühlen, wie man sich das vielleicht vorstellt in dem Alter und wir uns auch nie vorstellen könnten, auf einmal ein Paar zu sein, welches nach Teenagern ruft und die Faust hebt. So oder so ähnlich zumindest. Wir haben schon oft gelesen, dass man sich auch eben mit 40 noch so fühlt wie Mitte 20. Alles eine Art der Einstellung. Immer alle Leute, die dir sagen die 20'er sind die Zeit, wo man alles gemacht haben muss, danach bist du quasi körperlich tot und zu nichts fähig, ja das habe ich zu oft gehört. Aber ich denke, dass es überhaupt nicht stimmt, wir haben genug Zeit, man kann immer alles arrangieren oder machen, wenn man es möchte.
 
 

 

 
Ich fange erst (hoffentlich) in diesem Jahr etwas Weiterführendes an. Das heißt, schulische Ausbildung, Uni, irgendwas, was klappt. Bin ich vielleicht ein wenig spät? Für unseren normalen Standardplan, den wir im Leben vorgeschrieben bekommen, bestimmt ja. Aber für mich nicht, ich habe eben diese Jahre im Ausland gebraucht und danach das Ausprobieren um zu wissen, was ich möchte. Normalerweise ist es ja eh so, dass man in den Kindergarten geht, dann Grundschule, dann weiterführende Schule und in den meisten Fällen noch das Abitur und so hast du deine ersten 18 Jahre perfekt durchgeplant, worüber musst du dir also Gedanken machen nicht wahr? Wie meinte Hannah, aus der Serie, die mittlerweile jeder kennt, 'Tote Mädchen lügen nicht'?
"Habt Träume sagen sie. Greif nach den Sternen. Und dann sperren sie uns für 12 Jahre weg, sagen uns wo wir uns hinsetzen sollen, wann wir aufs Klo können und was wir denken sollen. Dann werden wir plötzlich 18 und obwohl wir bisher nie selbst denken mussten, müssen wir auf einmal die wichtigste Entscheidung unseres Lebens treffen"
 
Heißt also, man sollte sich nicht zu große Sorgen machen, wir haben eine Menge Zeit im Leben, man kriegt schon alles hin und die Alten und Erwachsenen, die sind manchmal gar nicht so erwachsen, wie man denkt. Ich bin gespannt, wie ich das alles mit 30 sehen werde, wo ich im Leben stehen werde und was ich bis dahin alles schon gesehen und auch erreicht habe. Werde ich genauso fühlen wie jetzt? Mich absolut nicht so alt fühlen, wie ich es eigentlich sollte? Wer weiß das schon. Ich weiß nur, 10 Jahre sind eine lange Zeit, das ist die Hälfte meines aktuellen Lebens.

 

Die Bilder sind übrigens mit Sarah und ihrer Mutter entstanden, die sich spontan entschieden hat mitzukommen und es absolut nicht bereut hat. Auch sie ist jung geblieben haha. Es war ein schönes Shooting mit tollen Ergebnissen! Danke dafür ♥

4 Kommentare

  • Steffi Kommentar-Link
    Steffi
    Friday, 28 July 2017
    Das Alter sollte man fast immer nur auf das biologische Alter beziehen. Denn erst wenn man merkt man wird "alt" und kann sich z.B. nicht mehr so bewegen wie früher, dann kann man von altern sprechen.
    Natürlich entwickelt man sich menschlich weiter und das liegt auch am "Alter" wobei ich hier eher das Wort Erfahrung nehmen würde.
    Mein Mann ist 52 und ich bin 38. Hierbei habe ich auf jeden Fall nichts aufs Alter geachtet.

    Viele Grüße
    Steffi
  • Franz Kommentar-Link
    Franz
    Monday, 10 July 2017
    Man fühlt sich in jedem Alter alt. Wenn Du dann 30 Jahre bist, denkst Du dann" Nochmal 20 Jahre alt sein, da war ich jung" Und mir 40 dann das selbe, u.s.w. Genieße das Leben, Alter ist nur eine Zahl. Es kommt immer drauf an wie man sich fühlt
  • David News Kommentar-Link
    David News
    Saturday, 01 July 2017
    Hallo Caroline,

    ganz tolle Fotos, wirklich sehr schön. Und zum Artikel: Ja, Du bist ganz klar erwachsen. Aber alt bist Du ganz sicher nicht. :-)
  • Mara Kommentar-Link
    Mara
    Thursday, 25 May 2017
    Alter ist schon eine witzige Sache. Ich habe ja die Küken-Perspektive; ich bin noch 18 und plane gerade, nach zwei Jahren Studium auch noch zwei Semester im Ausland zu verbringen - äh, was? :D So wirklich reif und erwachsen fühle ich mich meistens auch nicht, aber andererseits stelle ich die ganze Zeit halbwegs erwachsene Dinge an und mit einer Ausnahme sind alle meine Freunde älter als ich, da passt man sich irgendwie an. Nur ... letztendlich ist es halt wurscht. Ich hab gestern mit einer Clubbekanntschaft telefoniert, der mit mit seinen weisen 26 Jahren gesagt hat, dass man mit 18 ja eigentlich meistens noch kein Studentenleben hat - ätsch, doch. Ist halt auch nur eine Zahl, die nix über den Wert auf der Kindheitsskala sagt und es gibt ja keine Idealbeschäftigung für ein bestimmtes Alter.
    Bis 30 muss man sich doch eigentlich noch keine Sorgen machen, wie es so vorangeht im Leben. (Und dann auch nur, weil die biologische Uhr tickt.) Ehrlich, wer will denn schon mit 23 "fertig" sein und im geregelten Arbeitsalltag feststecken? Furchtbar.

    Liebste Grüße,
    Mara

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