Plötzlich allein

Ungefähr seit Oktober führe ich eine Fernbeziehung. Nicht extrem, nicht wie manche Paare mit 500 km dazwischen. Nur 1 1/2 Stunden und doch zu viel. Jede Fernbeziehung ist anstrengend, egal wie weit weg. Jede hat die gleichen Hürden zu überwinden, jedes Paar findet es nicht schön. Ich kann das verstehen. Am schlimmsten ist der Unterschied zu Neuseeland, wo wir 5 Monate, jeden Tag zusammen verbracht haben. Und nun das Gegenteil. Eigentlich hätte es noch schlimmer kommen können, erst sollte er nach Dresden, 3 Stunden weg. Ein Glück war es nur Berlin. Das sollte einfach so sein.

 

Besonders an Tagen, wo man den Partner wirklich gebrauchen könnte, ist es am schwierigsten. Ich leide auch mehr darunter, als Pascal, da ich keine geregelte Routine habe und nicht abgelenkt werde und zur Uni oder so etwas gehe. Da habe ich sehr viel Zeit zum Vermissen. Seine Internetverbindung ist in Sachen Skype oder Facetime auch nicht die zuverlässigste. Ist also auch ausgeschlossen und er hätte eh nicht oft Zeit dafür, denn Uni ist anstrengend und zeitfordernd. Die Umstellung ist die schlimmste, das Gewöhnen daran. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, daran denke ich oft und das stimmt auch. Man gewöhnt sich an alles. Trotzdem ist es sehr schwer, wenn andere Paare sich beschweren, wie wenig sie sich sehen, obwohl sie sich fast jeden Tag sehen. Das ist zwar hart, aber in dem Fall habe ich kein Mitleid. Ich muss genug mit meiner Fernbeziehung klarkommen und wenn Leute sich beschweren, die keine führen, dass sie sich nur alle 2 Tage sehen, oder ein paar Minuten am Tag, einfach nein. Man! Seid doch glücklich, dass ihr euren Partner so oft sehen könnt! Anstatt sich zu ärgern, freut euch. Das versuche ich immer hin auch.

 

 

Denn das ist natürlich das Schönste überhaupt. Das Wiedersehen nach gefühlten Ewigkeiten, das ist wieder wie am ersten Tag, wie frisch verliebt. Das passiert nicht, wenn man sich oft sieht und jederzeit sehen kann, das schätzt man dann einfach nicht so sehr. Jedes Wochenende freue ich mich darauf. Highlight der Woche sozusagen. Ich setze mich dann oft unter Druck, dass die Zeit, die wir beide haben, auch ausgenutzt werden muss, dass wir tolle Sachen machen müssen, Quality Time eben, wie man es so eingeführt hat. Aber ich habe gelernt, einfach nur die Zeit zusammen zu sein, ist Quality Time. Das reicht schon. Hauptsache man ist endlich zu zweit.
Dafür ist mir am Wochenende auch nie langweilig, ich weiß immer, dass ich etwas mache. Ich weiß immer, dass ich eine Verabredung mit Pascal habe, ob nun noch zusätzlich mit Freunden oder mit ihm alleine. Nur die Zeit bis zum Wochenende zu überstehen ist schwer. Und das ist auch die größte Aufgabe. Ich denke, es ist selbstverständlich, dass man sich auf jeden Fall melden sollte. Wie oft und in welchen Mengen, das kommt auf das Paar drauf an. Hauptsache ihr seid nicht aus dem Leben eures Partners. Hauptsache ihr gehört nicht der Vergangenheit und der alten Heimat an, sondern folgt ihm auch in sein neues Leben. Ich kenne seine neuen Freunde, zwar nicht persönlich, aber das ist nicht schlimm, es sind ja seine Freunde. Ich weiß seine Unterrichtszeit und was er gerade für Probleme in der Uni hat. Er weiß mit wem ich mich treffe und was ich für Shootings habe. (Na gut, da sieht er oft nicht durch, aber er weiß, dass ich eins habe.) Ihr seid weit entfernt, aber nicht komplett verschwunden. Natürlich wird es manchmal mit Terminübergrenzungen schwer, aber man schafft das.

 

 

Mir hilft es noch mich auszutauschen, mit Freunden, die in derselben Lage sind, die dasselbe Problem haben. Sie verstehen einen und man kann sich austauschen, vielleicht sogar Tipps geben, wie die Anderen es handhaben. Und wenn nicht kann man letztendlich sich aufbauen und die Zeit sogar zusammen verbringen, sodass das Wochenende für alle schneller näher rückt. Eine Fernbeziehung ist nie einfach, vor allem wenn man es anders kennt. Aber wenn man es will, dann schafft man es. Da bin ich mir ganz sicher.

 

Passend dazu, sind die Bilder von der wundervollen Ulli entstanden. Eine talentierte Fotografin mit Blog, zu der ich schon lange hinaufschaue und immer wieder denke, mensch wie bearbeitet sie ihre Bilder nur so! Wenn sich 2 Fotografen treffen, dann entstehen natürlich Fotos und hitzige Fotografenthemen. Wer mehr von ihr sehen möchte, sollte bei ihr vorbeischauen, es lohnt sich auf jeden Fall! Derweltfremd.
 

 

Footergrafik Text Caroline Mäske

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