11 Dinge, die euch Fotografen gerne sagen würden

Es sind manchmal so ein paar Sachen, die kann man jemanden nicht direkt ins Gesicht sagen, oder man regt sich drüber auf und es ist nicht der rede Wert. Oder man möchte nicht unhöflich sein, oder man traut sich nicht, oder noch so viel mehr Gründe. Auf jeden Fall habe ich oft schon solche Sachen gelesen, oder es waren meine Erfahrungen. Fast alle Dinge, die ich aufzähle, habe ich auch schon erfahren oder musste es erleben. Wenn ihr also einen Fotografen bucht, denkt auch daran.
 
 
 
 
1. "Kannst du nicht auch einfach deine Kamera mal mitbringen und ein paar Fotos schießen?"
Es ist vielleicht nicht böse gemeint und man will nur ein paar schöne Fotos und die kann man ja mal schnell nebenbei machen, denkt man. Aber um ehrlich zu sein, erfordert es Konzentration, ein gutes Auge und noch so viel mehr, man wartet darauf, dass man den richtigen Moment erwischt und wenn man nicht zufrieden ist, mit den Bildern zu 100 % versucht man es immer wieder. Man ist einfach nicht entspannt. Es gibt einfach Augenblicke, da möchte man es genießen und nicht im Hinterkopf haben, schöne Fotos noch zu schießen. Ich wurde das zu meinem Abiball gefragt, ob ich nicht nebenbei fotografieren könnte. Klares Nein, ich will den Abend ungestört genießen. 

 

2. "Deine Fotos sind aber schön! Du musst eine gute Kamera haben!"
Der Klassiker. Das ist einfach schon eine Art Beleidigung da es suggeriert, dass Fotografen gar keine Arbeit haben, sondern die Kamera alles macht. Genauso wie wenn mich Leute fragen, welche Kamera ich habe, in der Hoffnung dann ebenso zu fotografieren, glaubt mir es wurde sogar quasi gesagt, das wäre die Intention dahinter. Bestes Beispiel dafür ist: Der Koch sagt: "Herr/Frau Müller, ich bin ein großer Fan Ihrer Arbeit. Großartige Fotos! Sie müssen eine tolle Kamera haben!" – Darauf entgegnet der Fotograf: "Ich kam her, um Ihnen zu dem großartigen Mahl zu gratulieren! Sie müssen tolle Töpfe haben!"
Ich hoffe, man versteht was ich meine.

 

3. "Kann ich alle Fotos haben"? / "Ach du musst die gar nicht bearbeiten!"
Fotos unbearbeitet haben zu wollen ist total sinnlos, denn man bucht doch genau diesen Fotografen, weil man ihn wegen des Stils mag, hoffentlich. Und wenn man die Bilder dann nicht bearbeitet, fehlt einfach etwas, wodurch die Bilder eine persönliche Note bekommen. Es gehört einfach dazu. Viele sehen die Bilder nicht, wie sie vorher aussahen, aber Bilder kommen nicht so aus der Kamera direkt raus. Ich würde nie meine Bilder unbearbeitet hergeben, es wären dann nicht zu 100% meine, wie ich sie möchte. Außerdem, da viele oder fast alle in RAW fotografieren und nicht in jpg, können die meisten nicht einmal etwas mit den Bildern anfangen. Alle Fotos außerdem haben zu wollen ist auch nicht von Vorteil, man möchte bestimmt nicht verwackelte Aufnahmen bekommen, oder wo die Augen zu sind und so weiter. Vertraut einfach dem Fotografen, dass er weiß, was er macht und welche Fotos man löschen kann.

 

4. Bitte haut keinen Filter rüber oder bearbeitet die Fotos noch einmal!
 Oh das hatte ich wirklich schon so oft. Wie oben beschrieben, gibt man sich so viel Mühe und Arbeit beim Bearbeiten. Den Großteil der Arbeit sitzt man vor dem PC und bearbeitet die Fotos. Man lässt seinen eigenen Stil in die Fotos einfließen. Es dauert manchmal wirklich lange, bis man zufrieden ist. Voller Stolz gibt man die Fotos dann weiter und ich sehe, wie einfach ein Filter rübergeklatscht wurde. Das macht mich einfach unglaublich traurig, das zeigt für mich, okay denen gefällt meine Arbeit anscheinend nicht. Meistens sieht es für mich nicht einmal schön aus sondern überbearbeitet. Das einzige wo ich noch halbwegs Verständnis habe ist schwarzweiß, obwohl es auch dort so viele Unterschiede gibt, glaubt mir. Aber tut es einfach nicht. Das macht man schon aus Respekt nicht.

 

5. Lasst euch auf das Shooting ein, Fotos machen ist schön!
Gerade die Kerle sind manchmal mit den Gedanken eher zu Hause auf der Couch. Aber Fotos machen ist nichts Schlimmes, es tut nicht weh und macht Spaß glaubt mir! Wenn man sich darauf einlässt, wird es gleich ganz anders, ich merke das und auch die Anderen und alle sind gleich viel viel gelassener und nicht angespannt. Meistens heißt es dann im Endeffekt: "Oh war ja doch gar nicht so schlimm!" Ja, klar! Ich möchte doch auch gute Laune haben während des Shootings und dass es allen gefällt und alle zufrieden sind!

 

 

 

 

6. Ich bin auch nervös.
Oh ja, egal wie oft ich schon fotografiert habe. Ich bin trotzdem nervös, glaubt mir! Man hat immer ein wenig Angst, dass die Bilder nichts werden, oder man sich nicht versteht. Sorgen sind immer da, bis jetzt hat sich aber alles immer aufgelöst, sobald man ein wenig gequatscht hat.

 

7. Wir brauchen gutes Licht.
Ich mein, das ist eigentlich klar. Aber manchmal habe ich das Gefühl, manche denken Fotografen könnten zaubern. Wenn draußen fotografiert wird, kein Problem. Aber sobald man Indoor fotografiert und es eine Location ist mit dämmrigen Licht oder fast gar keins macht ihr es Fotografen schwer. Und super natürlich, mit keiner natürlichen Lichtquelle ist natürlich schwierig. Nur, dass man es im Hinterkopf behält.

 

8. Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel ist gar nicht mal so gut.
Viele freuen sich immer, wenn sie sehen, dass zum Shootingtag die Sonne scheint und strahlend blauer Himmel zu sehen ist. Nun muss ich aber sagen, so toll ist das gar nicht. Gerade zur Mittagszeit sollte man es sogar eher vermeiden. Es gibt einfach ganz hartes Licht und Schatten und es ist wirklich schwierig dort gut zu fotografieren, man muss sich dann auf jeden Fall Schatten suchen. Bedeckter Himmel oder Abendlicht sind perfekt, das Licht ist schön weich oder eben golden. Da ist es am besten. Deswegen nicht wundern, wenn vorgeschlagen wird eher abends statt mittags zu fotografieren.

 

9. Behandelt mich am besten wie eine Freundin, nicht wie euren Dienstleister.
Bitte vergesst nicht, ich bin auch nur ein Mädchen und gerade wenn man Fotos macht, sind es private Augenblicke und ich halte dort eine Phase eures Lebens fest. Da kann man mir ruhig normal oder freundschaftlich gegenübertreten und nicht distanziert, man merkt nämlich sonst auch auf Fotos, wie viel man dem Fotografen vertraut. Es braucht mich auch niemand siezen, das passt einfach gar nicht. Es soll ja außerdem Spaß machen und ich finde zum Beispiel, wenn ihr auch lustige Ideen habt was ihr machen möchtet, raus damit! Ich bin in dem Moment eine liebe Freundin.

 

10. Lasst eure Kinder, Kinder sein.
Wenn wir Familienshootings machen oder Kindershootings, ermahnt eure Kinder nicht andauernd, eure Kinder sind Kinder und genau das will ich auch festhalten. Ein gestelltes Foto, wo man sagt "Stell dich mal da und da hin und lächel doch mal!" ist nicht echt, welches Kind macht denn das gerne? Es soll ja auch nicht für sie ein Zwang werden Fotos zu machen und damit aufwachsen, dass es keinen Spaß macht. Setzt sie nicht unter Druck, befehlt ihnen nicht andauernd etwas zu machen oder sich dort hinzustellen. Das ehrliche Lächeln ist doch das Schönste! Und wenn es etwas nicht machen möchte, akzeptiert das, das ist überhaupt nicht schlimm.

 

11. Ich kann es gar nicht abwarten euer ehrliches Feedback über die Fotos zu hören.
Ab dem Moment, in dem ihr die Bilder erhaltet, bin ich aufgeregt und frage mich wie ihr sie findet. Sind sie enttäuscht vielleicht? Oder gefällt es ihnen sogar besser als ich dachte? Haben sie etwas auszusetzen? Selbst wenn es nur, "Die Bilder sind schön geworden! Vielen lieben Dank!" ist bin ich beruhigt und freue mich. Ich möchte ja nur das beste für jeden.
 
 
Footergrafik Text Caroline Mäske

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@flxraltyler I had the same thought
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RT @VanessaRamzieh: Okay, it's official, I miss @twentyonepilots. That is all.
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@plantIover Ahhhhh it's so unfair to wait until I can buy it in Germany
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