We're in love aren't we?

Nach ewigen Ewigkeit kommt wieder ein normaler Fotografiepost. Aktuell versuche ich mich auf jeder möglichen, halbwegs bezahlbaren Schule zu bewerben in Berlin, leider aktuell mit nicht so viel Erfolg. Deshalb habe ich nicht die größte Motivation so viel zu posten, ich weiß auch nicht direkt über was, aber ich hoffe die Lust kommt wieder. Da gibt's natürlich auch noch dieses Sommerloch, was jeder kennt, aber hoffen wir das beste. Bildermangel habe ich auf keinen Fall, aktuell läuft es wirklich super! Ich habe viele Shootings, sei es Familien, Pärchen oder normale Portraits, ich freue mich über jedes Einzelne. Manchmal kann ich mein Glück gar nicht fassen, dass ich im November mein Gewerbe eröffnet habe und es seitdem eigentlich recht gut läuft. Ich schätze zumindest dafür darf ich mich wirklich glücklich schätzen. Und Jugendweihen ja, die gibt es auch noch! Da habe ich die Erste heute fotografiert und nächste Woche geht es weiter.

 

Nun wollte ich aber Fotos von Daphne und ihrem Freund Dirk zeigen! Die beiden sind seit fast 3 Jahren ein Paar und haben schon einige Hürden gemeistert. Eigentlich war nur ein Shooting mit Daphne geplant, im Sonnenuntergangslicht, aber Dirk war zu neugierig und kam doch mit. Letztendlich verhält es sich mit Kerlen bei Fotoshootings immer gleich. Eigentlich haben sie erst keine Lust, dann sehen sie, wie entspannt und lustig es eigentlich doch ist und dann machen sie doch mit. Letztendlich heißt es dann immer: "Oh, war ja doch gar nicht so schlimm" Ach nee haha!

 

 

Fuerteventura - ¡Hola!

Um 3:10 Uhr klingelte der Wecker, wenn man nun mal unbedingt billig fliegen möchte, dann muss man natürlich auch die Uhrzeit in Kauf nehmen. Geschlafen haben wir bestimmt, dank unseres Schlafrhythmus, 2 Stunden. Aber ich war eh so aufgeregt wieder zu fliegen, dass ich nicht richtig schlafen konnte. Wir hechteten also los zur Bushaltestelle, wo uns der Bus nach Tegel bringen sollte ... und verpassten den Bus. Fing schon mal super an, der Morgen. Auf zur nächsten Haltestelle, da kommt der Bus aber anders, als in unserer App. Also hechteten wir zur U-Bahn. Es ging alles noch mal gut und wir kamen zwar verhältnismäßig spät an zum Check-in, aber hatten dadurch auch keine Schlange vor uns, zumindest etwas! Auf ging es ins Flugzeug. Ryanair ist wirklich sehr eng, aber das war ja zu erwarten. Wir starteten, als es noch dunkel war. Ich hasse fliegen so sehr und schaffte es gerade noch, nicht wieder loszuheulen. Habe mich schon gut gesteigert. Oben über den Wolken ging alles, da siegt doch meine Neugier. Wir landeten und die Stimme meinte nur: "Willkommen auf Fuerteventura!"

 

 

 

Warum Fuerteventura und Lanzarote?
Fuerteventura und Lanzarote, zwei Inseln, die eigentlich bei uns bekannt sind, als "Oma Inseln". Noch zugehörig zu Spanien, liegen sie aber dicht an der oberen Westküste Afrikas. Touri Hochburg quasi und die meisten dort, sind auch alles nur Rentner, die es sich gut gehen lassen wollen. Und trotzdem wollten wir hin, weil es dort zu der Zeit schön warm ist und auch aber preislich erschwinglich! Außerdem ist die Landschaft, so fanden wir, extrem faszinierend.
"Was soll man da schon machen?", haben sich bestimmt Einige gefragt. Hat uns das abgeschreckt? Vielleicht ein ganz klein wenig, aber wir dachten, wenn man möchte, kann man in jedem Land (bzw. Insel) das Schöne sehen. Man muss sich ja nicht auf die extrem touristischen Sachen einlassen. Es gibt mehr als nur das. Und ich muss sagen, wir unterschätzen diese Inseln sehr!

 

Wir kamen also an, und das schöne Wetter und die warme Luft war ein schönes Willkommen! Da wir nicht 21 sind, konnten wir uns kein Auto leihen und mussten uns auf die Busse verlassen. Nachdem viele schon volle Busse am Flughafen hielten, kam endlich einer, wo wir mitfahren konnten. Und schon vom Flughafen aus konnte man diese einzigartige Landschaft sehen, nicht viel grün, alles Gestein und rot und mal etwas ganz anderes eben. Wir fuhren nach Puerto del Rosario, die Hauptstadt, die praktischerweise auch ungefähr in der Mitte liegt, sodass wir den Süden und Norden gleichermaßen erreichen können. Das war uns wichtig. Wir stiegen aus und liefen zu unserer gemieteten Ferienwohnung, ein wenig außerhalb der Innenstadt. Die Stadt hatte ihren eigenen Charme, aber man merkt, ein wenig ärmer sieht alles aus. Baustellen, halb abgerissene Häuser und so weiter. Ich glaube, dass sich auch nicht viele Touristen in die Hauptstadt verirren, sobald wir nämlich deutsch gesprochen haben, wurden wir von allen Seiten angeguckt und auch generell war jeder Kassierer zum Beispiel verwundert, dass wir ja kein spanisch sprechen. Touristen sahen wir auch keine, aber das hat uns den direkten Einblick ins Leben der Stadt gezeigt, ist doch auch mal etwas.
Unsere Wohnung war klein und fein, aber sehr schön. Hat man süß eingerichtet und man merkt, dass hier vielleicht vorher wirklich wer gewohnt hat! Wir sahen uns noch die Innenstadt an und dann waren wir von dem ersten Tag so erschöpft, dass wir noch etwas gegessen haben und tot ins Bett fielen.

 

 

Corralejo - die Hafenstadt im Norden
Unser erstes Ziel sollte nicht so weit weg sein, nun ist Corralejo mit dem Bus nur eine Stunde entfernt, also ging es dorthin! Wir haben nämlich sehr viel über die riesigen Dünen von Corralejo gehört und wollten diese unbedingt selbst erkunden. Außerdem hat dort Heidi mit ihren Määädels, schon ein Fotoshooting gemacht, kann ja also nur gut werden! Kurz vor Corralejo hielt der Bus an 2 riesige Hotelbauten, diese sieht man schon von Weitem. Ich habe gelesen, dass diese quasi als "Schandfleck" angesehen werden, da sie die wunderschöne Optik zerstören. Ich finde diesen Kontrast zwischen quasi einer Wüste und dann riesige Gebäude gerade spannend, aber kann es auch verstehen.
Wir liefen los und überall wo man hinsah, Sand! Es war so krass und gleichzeitig so atemberaubend, wie viel Sand an einem Fleck sein kann. Es war auch ein wenig anstrengend zu laufen, war ja klar. Wir liefen und liefen, Pascal sprang von Dünen und ich machte viele Fotos. Der Himmel war zwar bedeckt, aber man merkte trotzdem, wie die Sonne knallte. Die Dünen verlaufen direkt ins Wasser und der Strand war auch wunderschön. Zum ersten Mal habe ich seit Ewigkeiten wieder das Meer gesehen! Schon war ich am ersten Tag glücklich! Es gibt übrigens auch Abschnitte für FKK, also macht euch gefasst mal ein paar nackte Körper zu sehen haha!

 

 

 

Nachdem wir wirklich lange bei den Dünen waren, ging es mit dem Bus weiter in die Stadt, endlich richtig hinein. Man merkt natürlich, dass hier der Tourismus blüht. Da ist uns der Unterschied zwischen Puerto del Rosario und Corralejo noch mal richtig deutlich geworden! Wir schlenderten an der Promenade entlang bei schönstem Wetter, hörten ein paar Spanier mit Gitarre singen und sahen so viele schöne Bars, die perfekt wären, wären wir mit all unseren Freunden hier. Wir aßen die Kanarischen Kartoffeln, eigentlich eine Spezialität, die wir aber nicht soo besonders fanden, naja muss man mal ausprobiert haben! In der Innenstadt spielten die Kinder auf Spielplätzen, hier findet wirklich das Leben statt. Die Städte sind alle in weiß gehalten, total schön, wie ich finde. Die Sonne ging langsam unter und so machten wir uns auf den Weg zum Bus und fuhren wieder zu unserem derzeitigen zu Hause.
 
 

 

Morro Jable - der Süden der Insel
Dieses Mal wollten wir ein wenig Abwechslung und wollten das Gegenteil, in den Süden. Mit dem Bus ist das nicht ganz so einfach, denn er fährt nicht weit hinein, die letzte Station ist Morro Jable, die noch sagen wir mal am Anfang der Jandia Halbinsel ist. Der Süden soll auch etwas Einmaliges haben, leider haben wir nicht die riesige Flexibilität, kann man nichts machen! So fuhren wir also fast 2 Stunden mit dem Bus in den Süden, da wir noch viele kleine Dörfer abfuhren. Wem übrigens leicht schlecht wird beim Bus fahren, für den ist das absolut nichts! Pascal und mir wird eigentlich nicht schnell schlecht, aber die fahren dort sehr ... eigensinnig und dann gibt es fast keine Ampeln, sondern nur Kreisverkehre, das hilft nicht wirklich, sodass uns wirklich kotzübel wurde bei der 2 Stunden Fahrt. Nichts für schwache Mägen! Wir kamen dann endlich an und es war so heiß! Wie genial! Wir hatten extremes Glück mit dem Wetter, die Woche davor und danach wären es wieder so knapp um die 20 Grad, aber unsere Woche, hatte fast jeden Tag 30 Grad! So liefen wir also sofort zu dem Strand und konnten baden gehen in dem kristallklaren Wasser! Wir waren nicht an der beliebtesten Stelle, sondern ganz weit rechts, was voller Steine und Buchten war, sodass wir uns keine Sorgen um unsere Sachen machen mussten!
Nach der Abkühlung merkten wir aber doch, wie die Sonne schien und holten uns erst mal Sonnencreme! Bis zu dem Zeitpunkt hatten wir noch keine, hatten anscheinend nicht so mit dem Wetter gerechnet. Ein Glück ist die Stadt ja sehr touristisch, sodass wir schnell an Sonnencreme kamen. Wir liefen noch die Straße weiter und sahen uns die Läden alle an. Wir aßen noch ein Eis, was mehr schmolz, als es gegessen wurde haha! Gingen Richtung Leuchtturm, machten Fotos und verbrachten den angenehmen Abend einfach am Strand und genossen es einfach, dass wir die Chance haben, hier so entspannt zu sitzen. Auf die Rückfahrt freute ich mich nicht ganz so, aber auch die überstand ich irgendwie. Insgesamt fanden wir aber Morro Jable nicht ganz so toll, der Strand ist komplett voll, wir haben mehr Deutsche als Spanier gesehen und die "Promenade" war eben auch darauf angelegt das Geld von den Touris zu bekommen. Hätten wir ein Auto gehabt, wären wir wahrscheinlich nur kurz geblieben. Trotzdem war es schön endlich baden zu gehen und mehr zu sehen!
 

 

 

Los Lobos - die Insel, der Insel
Nachdem wir gestern so gechillt haben, wollten wir heute mal eine Anforderung! Wir haben online gelesen, dass die Insel Los Lobos, die man von Corralejo aus sehen kann, einzigartig sein soll und man das mitnehmen sollte! Da ja unsere schöne Stadt Corralejo nicht so weit weg liegt, sind wir dort morgens wieder hin und auf zum Hafen. Dort ein Ticket für die Überfahrt gekauft und rauf aufs Boot! Es dauerte ungefähr 15 Minuten, dann war man dort und wurde dann allein gelassen. Auf der Insel wohnt keiner, glaube ich, obwohl zeitweise dort Urlauber oder Einwohner in dem Dorf wohnen, aber nicht für immer. Sie ist auch nicht riesig, deswegen gut zum Erkundschaften! Die letzte Fähre fährt um 17:00, danach hat man halt Pech!
Ich hatte das Wetter ja erwähnt, und auch so knallten die 30 Grad auf uns ein, aber dieses Mal mit Sonnencreme bewaffnet. (Wobei wir später bemerken sollten, dass wir uns zu wenig eingecremt haben) Trotzdem ging es als Erstes auf zum Strand, wieder abkühlen, bevor es anstrengend wird. Das Wasser war ein bisschen kälter, aber umso besser! Und auf ging es, unser Ziel war der Berg auf der Insel, da wollten wir rauf! Der Weg dorthin war spannend, weil man am Rand den Untergrund bestaunen konnte und generell, wie anders einfach alles aussieht. Die Zeit verging und der Weg nach oben fing an, es war ein wenig anstrengend, aber hauptsächlich, wegen des Wetters. Endlich oben angekommen war es das aber alles wert! Die Aussicht war fantastisch. Wir haben so viele Bilder gemacht, sodass wir die Zeit ganz vergaßen, ups. Es ging dann wieder runter und wir gingen wieder zum Anfangspunkt und in die andere Richtung. Dort war das kleine Dorf mit einer wunderschönen abgelegenen Badestelle. Langsam ging es auf 17 Uhr zu und wir gingen wieder zur Anlegestelle und verließen die Insel. Tschüss Los Lobos! Du warst echt wunderbar.
 
 

 

 

Die Rechnung haben wir abends bekommen, wir hatten den Sonnenbrand unseres Lebens. Es tat so weh, dass wir uns nicht normal bewegen konnten ohne Schmerzen. Da am nächsten Tag schon wieder die 30 Grad auf uns warteten, und wir uns nicht endgültig verbrennen wollten, haben wir beschlossen einen Tag Pause einzulegen, wo wir die Wohnung aufräumen, mal bisschen faulenzen, Social Media stalken und uns eincremen mit After Sun Lotion. Das war was.
 

 

El Cotillo - Surferstrand!
El Cotillo ist fast die einzige Stadt im Westen, die wir mit dem Bus gut erreichen konnten. Es gibt noch weitere schöne Städte im Westen, aber da fahren keine Busse hin, worüber wir wirklich traurig waren, so mussten wir zumindest El Cotillo mitnehmen. Auf ging es mit dem Bus um 10. Insgesamt fahren die Busse dorthin von Puerto del Rosario nur ein paar Mal am Tag, dafür aber fahren sie von Corralejo aus sehr oft hin und zurück, sodass wir bei der Rückfahrt in unserer Stadt wieder einmal umsteigen mussten. Wir hätten von der Häufigkeit her echt in Corralejo leben können, naja! Wir kamen auf jeden Fall an und uns schlug gleich ein heftiger Wind um die Ohren. Ich meine es ist auch dafür bekannt, dass man dort hohe Wellen hat und es perfekt ist für Surfer, aber irgendwie haben wir den heftigen Wind nicht mit einberechnet. Die Stadt an sich ist nicht besonders groß, trotzdem hat sie gerade am Wasser lang eine super Atmosphäre! Das Gefühl habe ich aber sowieso bei jeder kleineren Stadt auf Fuerteventura. Wir liefen dann immer weiter, bis wir irgendwann an einer riiiiesigen Klippe oben standen und man auf den Strand mit extrem vielen Surfern runtergucken konnte!
Runter dort und versucht irgendwie Schutz zu suchen vor dem Wind, denn dadurch wurde das auch alles ziemlich kalt. Pascal wollte dort unbedingt baden gehen, denn seitdem wir einmal in Raglan in Neuseeland im Wasser waren, bei riesigen Wellen ist er angefixt. Obwohl es ausschließlich für Surfer war, hat er sich eine abgelegene Stelle gesucht und ist baden gegangen in den Wellen, er hat mächtig Spaß. Mir war eher kalt und ich musste gleichzeitig den Sonnenbrand schützen! Was macht man nicht alles ja? Nach einer Weile kam er dann aus dem Wasser, erfroren aber glücklich! So stiefelten wir wieder hoch und liefen noch mal durch die Stadt und fuhren dann mit dem Bus wieder nach Hause. Hauptsächlich wollte hier wirklich Pascal hin wegen des Strandes, es war ja trotzdem schön haha.

 

 

La Oliva - La schöne Scheiße
Als Abschluss wollten wir noch auf den Vulkan wandern, ich habe so eine Wanderung von la Oliva aus, mitten in Fuerteventura, im Internet auf einem Blog gefunden. Dachte dementsprechend das wird bestimmt ein guter Abschluss für unseren Aufenthalt. Ja, denkste. Wir waren am Anfang so motiviert, sind mit dem Bus zum Ort La Oliva und von dort aus den Weg entlang zum Vulkan. Wir liefen und quatschten, hörten Musik und waren gut drauf. Wir kamen dem Vulkan immer dichter und liefen schon unten am Fuße entlang. Wir liefen und liefen und liefen und kamen aber irgendwie nie so wirklich höher, wir blieben auf der Höhe. Der Weg war zwar sehr steinig, aber man konnte ihn erkennen. Er wurde dann immer kleiner und der Weg sah nicht mehr wirklich so aus wie ein Weg. Es waren nur noch kleine Kieselsteine als Untergrund und es war auch nicht gerade, wir liefen quasi direkt am Abhang lang. Ich meinte schon, dass das wahrscheinlich nicht der richtige Weg ist, aber wir haben keinen anderen gesehen, sodass wir weiter liefen und dann irgendwann ein Haus dort stand, weiter weg und ein bisschen tiefer, als dort wo wir waren, aber wir wussten, wir haben den Vulkan fast umrundet und sind bei einem Privatgrundstück. Von Weitem sahen wir 2 Hunde, die losrannten sobald sie uns erblickt hatten und wir machten sofort Kehrtwende und liefen zurück! Das kann nicht richtig sein! Wir verfolgten unseren Weg nochmal und guckten überall, aber an einer Steinmauer hört er auf und nichts führte irgendwie annähernd nach oben. Einfach so rauflaufen konnte man auch nicht weil alles voller riesiger Felsen war.
Wir probierten noch gefühlt tausend andere Wege aus, die Pascal gefunden hatte im Internet, weil es angeblich mehrere Wanderstrecken gibt, wie man dort raufkommt. Kein einziger Weg führte hinauf. Nach ungelogen 5 Stunden waren wir fertig und hatten keine Lust mehr und fuhren dann mit dem Bus nach Hause! Was ein Fehlschlag. Am Ende des Tages war aber das einfach so dumm alles, dass wir anfingen darüber zu lachen, weil es einfach so bescheuert ist und eigentlich eine ganz lustige Story, wenn man es so sieht. Was ein Abschluss für Fuerteventura.

 

 

Wir haben übrigens von dem Tag auch nur ein Foto gemacht, was unsere Freude zu dem Zeitpunkt suuper ausdrückt oh man!
Das war also Teil 1 unsere Tage auf Fuerteventura und im nächsten Post geht es dann um Lanzarote. Da haben wir auch einiges erlebt!

Stress, Druck & Vorfreude

Das wird ein sehr gemischter Post mit vielen Themen, das habe ich schon im Gefühl, denn aktuell passiert zu viel, aber irgendwie auch zu wenig. So hab ich das Gefühl. Viele Besprechungen für kommende Kundenshootings auf jeden Fall, ich freue mich jedes Mal extrem, wenn wieder Leute zu mir kommen und sich fotografieren lassen möchten, Dankeschön dafür! ♥ Aber, der März ist quasi zur Hälfte erst mal Ruhestand. Denn am Dienstag fliege ich weg! Juhuuu! Und zwar geht es nach Lanzarote & Fuerteventura! Bisschen warm und nicht all zu teuer, das war das Ziel von Pascal und mir. Bisschen doof gelegt vielleicht, denn ich muss bis zum 31.03. meine Mappe abgegeben haben, für meine Uni Bewerbung und im Urlaub kann ich das doch eher schlecht als recht steuern und Pascal muss bis dahin eine Hausarbeit fertig geschrieben haben, richtig guter Zeitpunkt also. Hatten wir beim Buchen nicht ganz so dran gedacht. Upsi.

 

 

Ende Februar wurde nämlich die Hausaufgabe der Uni veröffentlicht und eigentlich wäre das kein Ding, bis dahin die fertig zu bekommen Innerhalb von 2 Wochen ist das aber doch ein wenig problematisch. Wieso suche ich mir auch immer den Stress? Nun sitze ich also tagein, tagaus an meiner Mappe und bearbeite, male, zeichne und fotografiere, was das Zeug hält. Na mal sehen. Wenn ich angenommen werde, mache ich einen Post zur Mappe und Tipps usw. Wenn nicht, dann lieber nicht. Nützt dann nicht ganz so viel, Tipps zu bekommen, von jemanden, der es eh nicht geschafft hat haha! Passend zum Stress, hatten Pascal und ich, uns noch nicht so viele Gedanken gemacht zu unserer Unterkunft. Die auf Fuerteventura hatten wir, da sind wir als erstes, also noch kein Problem. Lanzarote wird schon. Denkste. Fuerteventura hat uns quasi abgesagt, also standen wir mit genau 0 Unterkünften da. Tage bis zum Flug: 6. - STRESS! Aber wir haben es hinbekommen, wir haben jetzt auf beiden Inseln Unterkünfte! Ich freue mich schon über den Post darüber und die Fotos, die wir machen werden. Endlich wieder weg!

 

Pascals Familie hat jetzt übrigens auch einen kleinen Hund. Einen kleinen Labrador Welpen, namens Oscar. Wer selbst einen Welpen hat oder hatte, weiß wie anstrengend das auch noch ist. Und Pascal ist auch sehr eingebunden. Er hätte wohl niemals gedacht, wie anstrengend das doch ist. Bin ganz froh, dass ich ihn nur sehe wenn ich möchte und nicht alles mitmachen muss haha! Ich füge mal Bilder hinzu vom süßen Oscar.

 

 

Wir fliegen übrigens mit Ryanair, noch nie mit denen geflogen, aber ich habe jetzt schon Schiss, meine Flugangst wird wohl nie weggehen. Wenn wir mal irgendwann abstürzen sollten (Bitte nicht oh Gott!!) werde ich wahrscheinlich rufen "Ich habs doch gesagt, meine Angst ist begründet! Ich wusste es!" Nun gut, da wir sparen wollen, fliegen wir nur mit Handgepäck, für 15 Tage. Wie war das nochmal mit dem minimalistischen Leben? Ich finde ich mache das ganz gut würde ich mal so sagen. Ich überlege noch nach dem Urlaub einen Post darüber zu schreiben, Ryanair und das Handgepäck und warum das reicht. (Hoffentlich tut's das auch) Ich hatte generell mal überlegt einen Post über Work and Travel Vorbereitung zu machen und was man alles beachten sollte. Wäre das was? Eigentlich gibt es schon so viele Seiten dazu, aber meins wäre über ein paar Sachen, die ich mir gewünscht hätte, auf Blogs zu lesen, woran irgendwie niemand gedacht hat, habe ich zumindest das Gefühl.

 

Eigentlich wars das schon. Bisschen Stress, bisschen Druck, aber auch ein bisschen Vorfreude. Eigentlich müssten wir uns noch extrem informieren über alles, aber das machen wir dann auf dem letzten Drücker, wie immer. Wir wissen noch nicht ein mal so wirklich, was wir dort machen wollen. Aber das finden wir wohl noch raus! Wer mir folgen will, ich werde bestimmt auf Snapchat einiges posten oder ich versuche mal etwas auf Facebook zu posten. Und Instagram. Haben wir damit fast alle Social Media Sachen? Heiße auf allen Seite übrigens diecaroline, außer auf Facebook. Vielen Dank für eure Anteilnahme und wir lesen uns nach dem Urlaub. (Wenn wir hoffentlich nicht abstürzen, oh Gott)
 

Minimalistisches Leben?

Ich sehe es immer mehr und mehr, ob auf Instagram oder Youtube oder Blogs, der Trend geht seit Jahren schon in die Richtung des minimalistischen Lebens. Also einfach mit so wenig Sachen wie möglich leben. Ja, vielleicht komme ich damit ein wenig spät, aber ich will jetzt dazu etwas sagen. Ich bin immer ganz erstaunt, wie MoinYamina auf Youtube das zum Beispiel perfekt vorführt. Wie einfach es doch scheint. Und immer denke ich, ist das möglich? Wird man so glücklich? Und letztendlich ging mir ein Licht auf, ich lebte so minimalistisch wie überhaupt in Neuseeland. Das war mir gar nicht wirklich bewusst bis vor ein paar Wochen. Dieser Lebensstil ging aber auch nicht anders, wenn man in einem Auto lebt.

 

 

Wir haben zu 2. für 5 Monate in einem Auto gelebt. Alles Wichtige was wir hatten, war mit uns und wir brauchten nicht viel. Als ich damals meinen Rucksack gepackt hatte, hatte ich kurze Zweifel, da soll mein Leben für die nächsten 5 Monate drin sein? Und doch gibt es sogar Leute die Monate nur mit ihrem Handgepäck reisen. Und sie sind glücklich, was ich verstehen kann. Es lenkt einen nichts ab, man hat nur das, was man braucht, man ist nicht im Übermaß von so vielen Dingen, dass man vielleicht sogar gar nicht realisiert WIE viel man eigentlich besitzt. Es wirkt einfach befreiend. Das hört sich so sehr nach Klischee an, aber es stimmt einfach. Nun war ich aber damals auf Reisen und hatte jeden Tag, also fast jeden Tag, etwas zu tun und Aufregendes vor mir und Freunde, mit denen man sich beschäftigen und reden konnte. Wir waren richtig altmodisch, aßen jede Mahlzeit zusammen und spielten Karten, die Handys lagen irgendwo im Auto. So richtig 90'er. Nun kam ich also nach 5 Monaten nach Hause, nachdem ich so minimalistisch gelebt habe, sogar ohne Strom und Wlan und fließendes Wasser (was doch ein bisschen zu viel des Guten manchmal war haha!) und stand vor einem Überfluss an Dingen. Mein Zimmer war so, wie ich es verlassen hatte, natürlich. Und ich hatte einfach so viele Sachen. Das ist mir vorher nie bewusst gewesen, aber ich war am Anfang richtig überfordert, wieder so viel Zeug zu haben.

 

 

Ich habe bis heute zum Beispiel nicht meine Playstation 3 angefasst, dementsprechend auch keine der Spiele. Viele meiner Bücher sehen auch natürlich schön aus, aber mehrmals durchlesen? Ich weiß nicht, ob ich das Mal tun werde. Gitarre spiele ich wahrscheinlich auch nur ein Mal im Jahr. Trotzdem kann ich mich nicht trennen, weil alle Sachen doch Geschichten erzählen UND ich immer denke, was ist, wenn ich irgendwann Lust bekomme, die Sachen zu benutzen? Und dann vermisse ich sie doch und dann ärgere ich mich. Dabei wird das so selten passieren und das Geld könnte ich für wirklich brauchbare Anschaffungen verwenden, oder für Reisen ausgeben. Vielleicht raffe ich mich irgendwann mal auf und haue alles weg, was ich nicht brauche. Trotzdem merke ich, wie mich das Leben in Neuseeland doch beeinflusst hat, denn ich denke über meine Kaufentscheidungen immer zwei Mal nach - brauche ich das ganz wirklich? Benutze ich das noch in ein paar Monaten? Oder ich gebe mein Geld noch mehr eher für Ereignisse als für materielle Dinge aus, wenn sich Freunde oder Bekannte immer große materielle Anschaffungen holen, die sich eigentlich nicht bräuchten, sondern weil es halt cool ist, schüttle ich innerlich stark meinen Kopf.
Insgesamt habe ich also einen großen Respekt an Leute, die das minimalistische Leben wirklich durchziehen und machen. Es ist befreiend und man kann sich auf die wichtigen Dinge konzentrieren und es sieht sowieso viel schöner aus, als eine zugeräumte Wohnung, mal davon abgesehen. Wie steht ihr zum Minimalismus Trend? Ist das doch nur wieder eine Frage der Zeit, bis das Gegenteil Trend wird? Oder ist es sinnvoll?

 

Verschneite Sophie

Aktuell habe ich leider nichts allzu viel zu erzählen. Jeder Tag ist eigentlich ziemlich ähnlich und ich habe etwas zwischen einer langweiligen Routine und doch jeden Tag etwas Anderes. Da ich aber noch viele Fotos von der Schneezeit habe und ich diese euch auf keinen Fall enthalten möchte, mache ich quasi nur ein Post, wo ihr die Bilder auf euch wirken lassen könnt. Aktuell habe ich noch Shootings für den Valentinstag, darauf freue ich mich auf jeden Fall. Die kann ich aber leider noch nicht posten, ist ja noch nicht so weit, ist doof, wenn es dann Überraschungen sind! Ich habe aber noch Ideen für Posts, nur zu viele Bilder, denn ich habe noch wirklich nicht viele gezeigt. Und weil ich meistens mit meinem Text von den Bildern ablenke, aber ich diese Bilder wirklich liebe, passt es doch perfekt, dass ihr sie einfach auf euch wirken lassen könnt. Übrigens liebe ich anscheinend total vertikale Bilder. Wenn ich nachgucke, habe ich wirklich viel zu wenige horizontale Bilder, welche ich übrigens fast nur bei Fotografen sehe! Naja, irgendwie muss man ja anders sein als die Anderen. Nun aber wirklich die Bilder von der wunderschönen Sophie!
 

Plötzlich allein

Ungefähr seit Oktober führe ich eine Fernbeziehung. Nicht extrem, nicht wie manche Paare mit 500 km dazwischen. Nur 1 1/2 Stunden und doch zu viel. Jede Fernbeziehung ist anstrengend, egal wie weit weg. Jede hat die gleichen Hürden zu überwinden, jedes Paar findet es nicht schön. Ich kann das verstehen. Am schlimmsten ist der Unterschied zu Neuseeland, wo wir 5 Monate, jeden Tag zusammen verbracht haben. Und nun das Gegenteil. Eigentlich hätte es noch schlimmer kommen können, erst sollte er nach Dresden, 3 Stunden weg. Ein Glück war es nur Berlin. Das sollte einfach so sein.

 

Besonders an Tagen, wo man den Partner wirklich gebrauchen könnte, ist es am schwierigsten. Ich leide auch mehr darunter, als Pascal, da ich keine geregelte Routine habe und nicht abgelenkt werde und zur Uni oder so etwas gehe. Da habe ich sehr viel Zeit zum Vermissen. Seine Internetverbindung ist in Sachen Skype oder Facetime auch nicht die zuverlässigste. Ist also auch ausgeschlossen und er hätte eh nicht oft Zeit dafür, denn Uni ist anstrengend und zeitfordernd. Die Umstellung ist die schlimmste, das Gewöhnen daran. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, daran denke ich oft und das stimmt auch. Man gewöhnt sich an alles. Trotzdem ist es sehr schwer, wenn andere Paare sich beschweren, wie wenig sie sich sehen, obwohl sie sich fast jeden Tag sehen. Das ist zwar hart, aber in dem Fall habe ich kein Mitleid. Ich muss genug mit meiner Fernbeziehung klarkommen und wenn Leute sich beschweren, die keine führen, dass sie sich nur alle 2 Tage sehen, oder ein paar Minuten am Tag, einfach nein. Man! Seid doch glücklich, dass ihr euren Partner so oft sehen könnt! Anstatt sich zu ärgern, freut euch. Das versuche ich immer hin auch.

 

 

Denn das ist natürlich das Schönste überhaupt. Das Wiedersehen nach gefühlten Ewigkeiten, das ist wieder wie am ersten Tag, wie frisch verliebt. Das passiert nicht, wenn man sich oft sieht und jederzeit sehen kann, das schätzt man dann einfach nicht so sehr. Jedes Wochenende freue ich mich darauf. Highlight der Woche sozusagen. Ich setze mich dann oft unter Druck, dass die Zeit, die wir beide haben, auch ausgenutzt werden muss, dass wir tolle Sachen machen müssen, Quality Time eben, wie man es so eingeführt hat. Aber ich habe gelernt, einfach nur die Zeit zusammen zu sein, ist Quality Time. Das reicht schon. Hauptsache man ist endlich zu zweit.
Dafür ist mir am Wochenende auch nie langweilig, ich weiß immer, dass ich etwas mache. Ich weiß immer, dass ich eine Verabredung mit Pascal habe, ob nun noch zusätzlich mit Freunden oder mit ihm alleine. Nur die Zeit bis zum Wochenende zu überstehen ist schwer. Und das ist auch die größte Aufgabe. Ich denke, es ist selbstverständlich, dass man sich auf jeden Fall melden sollte. Wie oft und in welchen Mengen, das kommt auf das Paar drauf an. Hauptsache ihr seid nicht aus dem Leben eures Partners. Hauptsache ihr gehört nicht der Vergangenheit und der alten Heimat an, sondern folgt ihm auch in sein neues Leben. Ich kenne seine neuen Freunde, zwar nicht persönlich, aber das ist nicht schlimm, es sind ja seine Freunde. Ich weiß seine Unterrichtszeit und was er gerade für Probleme in der Uni hat. Er weiß mit wem ich mich treffe und was ich für Shootings habe. (Na gut, da sieht er oft nicht durch, aber er weiß, dass ich eins habe.) Ihr seid weit entfernt, aber nicht komplett verschwunden. Natürlich wird es manchmal mit Terminübergrenzungen schwer, aber man schafft das.

 

 

Mir hilft es noch mich auszutauschen, mit Freunden, die in derselben Lage sind, die dasselbe Problem haben. Sie verstehen einen und man kann sich austauschen, vielleicht sogar Tipps geben, wie die Anderen es handhaben. Und wenn nicht kann man letztendlich sich aufbauen und die Zeit sogar zusammen verbringen, sodass das Wochenende für alle schneller näher rückt. Eine Fernbeziehung ist nie einfach, vor allem wenn man es anders kennt. Aber wenn man es will, dann schafft man es. Da bin ich mir ganz sicher.

 

Passend dazu, sind die Bilder von der wundervollen Ulli entstanden. Eine talentierte Fotografin mit Blog, zu der ich schon lange hinaufschaue und immer wieder denke, mensch wie bearbeitet sie ihre Bilder nur so! Wenn sich 2 Fotografen treffen, dann entstehen natürlich Fotos und hitzige Fotografenthemen. Wer mehr von ihr sehen möchte, sollte bei ihr vorbeischauen, es lohnt sich auf jeden Fall! Derweltfremd.
 

 

Vorsätze, braucht man das überhaupt?

Ich hoffe, ihr seid nun endlich alle ins Jahr wirklich auch gut reingekommen und habt Silvester schön verbracht. Ich habe mit meinen liebsten Freunden ins neue Jahr reingefeiert und war froh das Jahr auch mit ihnen zu beginnen. Das hatte letztes Jahr gefehlt. Nun kommen aber die altbewährten Fragen auf, habt ihr Vorsätze? Haltet ihr die ein? Und so weiter. Ich kann es nicht mehr wirklich hören und begreife es nicht ganz.
 

 

 

Letztendlich kenne ich niemanden der wirklich Vorsätze einhält. Noch vor ein paar Jahren war ich selbst so. Ich habe mir eine Liste extra geschrieben mit Sachen, die ich gemacht haben wollte in dem Jahr. Sogar mit Kästchen zum Abhaken! Und was soll ich sagen? Natürlich wusste ich nach einem Monat nicht mal mehr wo die Liste ist. So viel dann dazu. Es sind eh bei den meisten die nur immer wieder gleichen Sachen, die man sagt, aber doch nie einhält. Wir wollen Gewohnheiten aufgeben, vielleicht öfter Sport treiben, oder doch mit dem Rauchen aufhören? Der Klassiker schlechthin. Und das gleich am 1. Januar, aber für mich ist das der Weltkatertag, denn dort ist man eh zu fertig um irgendetwas fertigzubringen. So schiebt man es vor sich hin und schafft es eh wieder nicht. Nach der Weihnachts- und Silvestereuphorie, die zu dicht aufeinander liegen, kommt das Tief im Januar. Alle müssen erst mal wieder einschalten und alles von vorne beginnen. Komisches Gefühl. Aber wenn es eh nicht funktioniert warum macht man es dann immer wieder?
 
 

 

 

Das ist die Frage. Ich glaube, dass es einfach Gruppenzwang ist, es machen alle und man macht das einfach generell so. Und nicht weil man es wirklich möchte, wenn dies nämlich der Fall wäre, wäre das kein Problem! Man würde mit Motivation dahinter stehen und es auch angehen. Ich stehe dem Januar da sehr komisch gegenüber. Eigentlich kann er ja auch nichts dafür, dass gerade er, der Neustart Monat ist. Letztendlich geht doch in unserem Leben alles so weiter wie bisher, keine Veränderung außer der neue Kalender. Deshalb bin ich der Meinung, wenn man Veränderung will, sollte man es sofort angehen, egal wann.
Ich hatte dieses Jahr nichts geplant, keine Vorsätze und siehe da, was ich alles hätte abhaken können auf meiner damaligen To-Do Liste, aber das tat ich, weil ich es wirklich wollte, nicht weil es auf einer albernen Liste stand und ich Druck verspürte.
 

 

 

 

Wenn ihr mitten im Jahr merkt, oder auch Ende des Jahres, dass ihr etwas verändert wollt, egal was, dann tut das! Keiner braucht einen Jahreswechsel dafür. Man kann sein Leben jederzeit verändern und verbessern, wann auch immer das sein möge. Seien es auch die noch so kleinsten Dinge. Eine Ausbildung oder ein neuer Schulstart beginnt ja auch nicht am 01. Januar, sondern auch mitten im Jahr und das ist auch eine große Veränderung. Wenn es in die Richtung Vorsätze geht, ist das Einzige was ich noch mache, mir ungefähre Ziele zu setzen. Ich weiß, ich möchte wie immer, fotografieren und meine Ausrüstung verbessern. Ich möchte mehr Reisen. Mehr habe ich nicht. Das reicht mir. Ich lasse mich gerne vom Jahr überraschen und schaue, was es für mich bereithält. Also, wenn ihr Veränderung wollt, tut es, weil ihr es wollt, egal wann, nicht weil es alle tun! Ich hoffe euer 2017 wird wundervoll.

Jahresrückblick - Juni bis Dezember 2016

Juni - Die Realisation und Verdrängung

 

Ich hatte nun also halbwegs meinen Plan, Studium, yeah! Ich ging zu meiner Beraterin im Arbeitsamt, wir guckten gemeinsam. Und dann kam es, sie meinte ich sei aber zu spät dafür, viele Schulen oder Unis wollen ein Vorpraktikum, für meine Mappe bräuchte ich auch mehr Zeit und Mappenberatungen gab es auch nicht mehr so wirklich. Ich dachte noch in dem Moment, ja ach sie kennt sich nicht so wirklich aus, ich gucke selber wenn ich zu Hause bin. Was soll ich sagen, natürlich hatte sie recht. Es gab noch welche, die ihre Deadline im späten Juli hatten, aber das waren private Schulen für über 600€ im Monat und wer hat denn so viel Geld zur Verfügung, ich möchte auch noch leben?! Generell gilt in Berlin, alles nur private Schulen und alles teuer, bis auf vielleicht ein oder zwei Ausnahmen. Klingt super, nicht wahr? Und was tat ich? Natürlich, das was Schüler schon ihr Leben lang gelernt haben, es aufschieben. Ich wollte das jetzt noch niemandem sagen, weil ich wusste es würde Stress geben. So schiebte ich diesen schlimmen Gedanken ganz hinten in meinen Kopf und tackerte die Türen zu.
Ich fing auch wieder an zu arbeiten, als Kellnerin, das war ebenfalls eine gute Ablenkung. Außerdem kam das Fernweh Gefühl extrem stark dazu, also entschieden wir uns, da das Geld fehlte, für große Ausflüge, für Dänemark. Zu 4. fuhren wir also dorthin und es war echt schön. Wir sahen viel, wir waren wieder am Meer, wir hatten eine tolle Ferienwohnung und hatten ein paar grandiose Ausflüge. Eine sehr gute Woche zum Ablenken und Verdrängen. Manchmal überkam mich die Verzweiflung, was ich nur tun soll mit meiner Zukunft. Ich sprach öfter mit Freunden darüber, aber sie wussten auch nicht weiter, wie auch? Trotzdem gut, dass ich wen zum Reden hatte.
Der Abiball meiner besten Freundin stand auch noch an! Ein ganzer Monat voller Ablenkung! Dort wurde ich als Fotografin gebucht und fand es wunderschön. Ich wünschte ich könnte noch einmal nächstes Jahr einen Abiball fotografieren. Es war auf jeden Fall sehr emotional. Außerdem war es Sommer und das wollte ja auch ausgenutzt werden. Heißt, auch viel Zeit mit Freunden verbracht. Noch waren die Meisten da.

 

 

Juli - Arbeiten, arbeiten, arbeiten

 

Juli war mein Arbeitsmonat, denn eine Kollegin war krank und ich musste einspringen. Außerdem fotografierte ich gleich am 01. Juli eine Hochzeit, die Bilder mussten auch bearbeitet werden. Ich hab mich wahnsinnig darüber gefreut und mich sehr geehrt gefühlt! Ich wünschte ich würde öfter Hochzeiten fotografieren, das ist immer so etwas ganz besonderes. Meine ganzen Tage bestanden also aus, Aufstehen, Bilder bearbeiten, Arbeiten, Bilder bearbeiten und Schlafen. Wie ich das ausgehalten habe ist mir ein Rätsel, gesund war das nicht. Aber es blieb keine Zeit zum Nachdenken. Zwischendurch hatte ich noch Jahrestag mit Pascal, den wir auch nicht wirklich feiern konnten, dank der Arbeit natürlich. Zwischendurch gab es noch Geburtstage. Meine Kollegen wurden mittlerweile auch Freunde, denn man hat sich ja eh fast jeden Tag gesehen. Achja und genau am letzten Tag im Monat gab es noch das Holifestival in Berlin. In meiner Erinnerung ist dieser Monat nur so an mir vorbeigerast.

 

 

August - Und es ging bergab

 

Ich kann es nicht mehr ganz zuordnen aber Ende Juli ungefähr kamen dann die ersten Fragen, hast du dich beworben? Was ist mit der Uni? Ich hatte mich natürlich nicht an 600€ teuren Schulen beworben, das hätte ich doch eh nicht geschafft und für die anderen war ich, wie bereits erwähnt, zu spät. Und dann ging es los. Die Realisation meiner Eltern und daraufhin sehr, sehr viel Stress. Ich wusste ich hab verkackt, das mussten mir sie nicht noch so oft vorwerfen. Ihrer Meinung nach sollte ich doch einfach irgendetwas studieren, oder ich solle auf einmal ein FSJ anfangen und was noch alles für Schnapsideen. Verständnis? Keins vorhanden. Ich hab mich verschlossen, meiner Meinung nach hatte das eh keinen Sinn, für sie glich das einem Weltuntergang. Oh ja und die typischen Sätze wie "Ich in deinem Alter...!!" kamen natürlich auch. Irgendwann war mir das alles zu viel, ich gab nur dumme Antworten. Außer auf die Frage was ich jetzt machen möchte, das wusste ich nicht, glaubten sie mir aber nicht. Jeden Tag Streit, jeden Tag Stress, ich wollte gar nicht mehr nach Hause. Teilweise bin ich frühs arbeiten gegangen, war dann bei Kollegen oder Freunden bis mitten in der Nacht, kam wieder, schlief und ging arbeiten. Das ging fast den ganzen Monat so. Was soll ich sagen, geklärt ist das bis heute nicht wirklich.
Es war noch so viel mehr, was ich aber auch nicht alles erzählen möchte. Freunde hatten auch noch ziemliche Probleme, die einen auch extrem mitnahmen, mehr als man denkt. Ich hatte das Gefühl ich konnte gar nicht mehr glücklich werden so wirklich. Ein Glück gibt es aber Freunde und Pascal. Ohne sie hätte ich es nicht geschafft trotzdem noch zu Lachen und Spaß zu haben und mich abzulenken, auch wenn manche nicht einmal wussten was los ist, egal Hauptsache sie waren da. Zu dem Zeitpunkt habe ich angefangen sehr exzessiv twenty one pilots zu hören, (Ich hörte sie davor schon lange, aber erst ab da an verstand ich das meiste) man glaubt es nicht, aber das half auch sehr. Wer sich mit der Band und mit den Lyrics mehr auseinander setzt, versteht es. Sie halfen mir so sehr, dass ich mir sogar ein Zitat aus dem Song "Car Radio" tättowieren habe lassen, noch im selben Monat. "Peace will win & Fear will lose" Nach allem was passiert ist das Jahr, hatte ich sofort das Gefühl, das passt. Ich glaube die meisten verstehen es nicht, aber ich habe mich verstanden gefühlt und aufgehoben, vor allem bei den anderen Fans.
Ansonsten geschah nichts spannendes, das reichte aber auch.

 

 

September - Einfach weitermachen

 

Zumindest die Streits hörten auf zu Hause, trotzdem gab es noch eine angespannte Stimmung. Als könnte jederzeit wieder alles zusammenbrechen. Nicht das angenehmste. Ich lenkte mich wie immer ab. Die Hochsaison im Restaurant war vorbei, also musste ich nicht mehr sehr viel arbeiten. So konzentrierten wir uns also auf meine Fotografie, ich hatte ja jetzt Zeit dafür. Der beste Freund einer Arbeitskollegin, mochte mich von Anfang an und kannte sich mit Homepage und so einem Kram alles aus. Er nahm es sich vor und baute mir eine Website. Ich versuchte so gut es ging zu helfen, also nicht sehr viel. Aber Anfang September hatten wir es geschafft! Meine erste eigene Website ging online! Ich fühlte mich so professionell! Meine Facebookseite belebte ich auch wieder. Langsam ging alles voran. Ich fotografierte noch Freunde um neue Bilder auf meiner Seite zu haben.
Ich war außerdem auf dem Lollapalooza Festival, was extrem gut tat! Und was wahrscheinlich hier mein beliebtester Blogeintrag wurde haha.

 

Tja und im September habe ich auch zufälligerweise Geburtstag. Ich feierte mit einer Freundin, die am gleichen Tag hat wie ich, in unseren Geburtstag rein. Sagen wir es so, es war okay, es gab dort auch wieder Komplikationen. Ich fand den 25. September, also meinen Originaltag schöner. Pascal schenkte mir, verbunden mit unserem Jahrestag, Tickets für das Aladdin Musical in Hamburg. Ich lieeeeebe Disney und war von Tarzan schon begeistert. Das war so ein schöner Tag, er fuhr uns hin und das Musical war so schön, ich hätte weinen können, weil endlich wieder etwas so schönes passierte. Ich hab schon Glück mit ihm.
 
 

 

 
Oktober - Glück im Unglück

 

Normalerweise wäre jetzt der Start fürs Studium gewesen, mittlerweile hatten sie wohl akzeptiert, dass es nichts wird. Bei einem aber schon, bei Pascal nämlich. Denn auch er musste ja studieren und bei ihm lief es besser. Er wollte Kommunikationswissenschaften studieren und hatte mehrere Möglichkeiten, es sah aber so aus als würde er nach Dresden gehen, es war schon fast alles so weit. Ich fand es natürlich nicht so gut, eine Fernbeziehung? Ich brauchte ihn doch aber! Ich war schon extrem verzweifelt. Und zwei Tage vor Beginn, bekam er einen Anruf, er ist im Nachrückverfahren in Berlin angenommen. Oh mein Gott! Ich war so dankbar, Berlin ist kein Ding, das ist eine Stunde mit dem Zug und fast alle Freunde sind aktuell in Berlin! Es bedeutete zwar viel Stress für ihn, da er in Dresden alles kündigen musste, aber das war es wert.
Meine Website war gut, aber das reichte nicht, wir meldeten ein Gewerbe an, so richtig. Sodass ich dann offiziell nebengewerblich Fotografin bin! Nur Aufträge blieben aus, natürlich. Das war schon wieder deprimierend für mich. Der Monat war nicht gut fotografisch. Außerdem hatte ich keine Arbeit im Restaurant, Pascal war auch weg und meine anderen Freunde hatten ebenso zu tun, mit Studium oder Ausbildung. Und ich saß hier alleine und wusste nicht wohin mit meiner ganzen freien Zeit. Ab ins nächste tiefe Loch. Das war wirklich schlimm eine zeitlang, ich wusste nicht mal wo für es sich lohnt aus dem Bett aufzustehen, ich machte ja eh nichts wichtiges. Die Traurigkeit gesellte sich wieder zu mir. Wie ein ständiger Begleiter. Das bekam aber keiner mit.
Am Ende des Monats rettete mich wieder twenty one pilots, denn es gab eine App für Fans. Dort fand ich zufälligerweise 3 Leute, mit denen ich mich auf Anhieb verstand. Eine sogar aus Deutschland. Ich hatte wieder halbwegs Beschäftigung, wenn nicht im echten Leben, dann wenigstens Leute aus dem Internet, die mich verstanden. Ich erzählte alles, was mich so belastet, was passiert ist, sie erzählten ihre Geschichten und ich fühlte mich so verstanden und das von eigentlich Fremden. Aber mir half es. Ich fühlte mich besser.
Am Ende des Monats war sogar Martinimarkt hier, wo wir uns auch alle verabredeten. Ein Geburtstag stand auch noch an. Es geht wohl bergauf.

 

 

November - So langsam wirds

 

Und gleich am 2. des Monats stand mein twenty one pilots Konzert an. Ich war um 11 Uhr früh da um auch vorne zu stehen. Die Band die mich in meiner schweren Zeit mit gerettet hatte, denen möchte ich auch in die Augen sehen während des Konzertes. Und wie ich schon einmal gesagt hatte, die Fans sind die besten. Fast 8 Stunden warten war anstrengend, aber nicht schlimm, denn ich hatte die coolsten und nettesten Leute um mich herum. Ich kann gar nicht beschreiben wie unglaublich wundervoll all diese Menschen waren, da jeder seine eigene Geschichte hat, was jeder weiß und sind alle nett zueinander. Dann ging es los, Pascal kam auch noch irgendwann hinzu und es war das beste Konzert auf dem ich je war. Ich konnte Tyler, den Sänger hochhalten, Josh, den Drummer ebenso und fühlte mich aufgehoben in der Masse der Menschen, die, wie ich, sich durch die Musik aufgehoben fühlten. Vor dem letzten Lied, hielt Tyler seine Rede, die berührte mich so sehr, in Verbindung mit dem letzten Lied, dass ich anfing zu weinen. Ich weinte das ganze Jahr aus mir heraus. Ich umarmte mich zum Schluss noch mit einer, mit der ich draußen gewartet hatte und das wars.
Nicht ganz, denn diese Menschen aus dem Internet, die Eine, die ich dank der Band kennen lernen durfte, die kam nach Berlin. Die die mir geholfen hat aus dem Loch rauszukommen. Sie war nicht länger, die Person aus dem Internet! Ein wunderschöner Tag war das. Wir ließen uns ein Tattoo stechen, mein 2. Tattoo insgesamt und es war noch mal twenty one pilots bezogen. Nach dem Konzert konnte ich nicht anders.
Es wurden mehr Menschen auf meine Website aufmerksam! Ich fotografierte mehr Kunden, traf mich mit Kunden. Endlich! So hatte ich es mir vorgestellt! Es schien wohl wirklich besser zu laufen, endlich. Bis auf meine Zahnarzt Termine, ich musste durch eine Weisheitszahn OP durch, ich hatte so viel Schiss! Es ging letztendlich aber, war nur nervig alles ziemlich. Aber insgesamt kein schlechter Monat.

 

 

 

 

Dezember - Was kommt wohl noch?

 

Ich liebe die Weihnachtsstimmung, vorallem wenn man diese mit einem Babybauchshooting beginnt! Ja es bleibt gut, was die Fotografie angeht! Meine Freunde hatten auch wieder mehr Zeit. Wir klärten Streitereien, wir backten Plätzchen, wir waren im Kino und Pascal hat auch Zeit, ich besuchte ihn auch in seiner WG in Berlin. Kein schlechter Monat. Wäre da nicht Weihnachten. Eigentlich liebe ich Weihnachten, aber mit dem Hintergrund von dem Jahr, war dieses Weihnachten nicht das angenehmste und war für mich nur anstrengend. Ich war froh, als es vorbei war. Schade eigentlich. Aber nun steht Silvester in den Startlöchern mit meinen Freunden und ich denke das kann nur gut werden. Mit all meinen liebsten Menschen in das Jahr 2017 starten, kann gar nicht schief gehen. Es hat letztes Jahr einfach gefehlt.

 

 

 

Was sagt mir also das Jahr 2016? Man sollte seinen Traum verfolgen und das machen, was einen glücklich macht. Das war schon immer meine Devise, aber dieses Jahr habe ich das auch so vollzogen. Ich habe anstatt mich zu etwas zwingen zu lassen, es gelassen und habe meine Konsequenzen daraus gezogen, ich weiß bis heute nicht, ob es das Richtige war, aber ich hoffe irgendwann kann ich das noch sagen. Ich weiß nur, ich mache nicht etwas was mich unglücklich macht, was einfach zu viele in meinem Umkreis machen und das kann ich nicht. Darauf kann ich zurückblicken in diesem Jahr und sagen, dass ich darauf stolz sein kann. Irgendwann finde ich schon noch den richtigen Weg. Jeder findet seinen Weg, davon bin ich überzeugt.
Ich habe gelernt, dass Reisen frei macht und wunderbar ist und ich auf jeden Fall öfter reisen sollte, nach Neuseeland gabs nicht mehr so viel. Lag aber auch am Geld. Nehme ich mir aber für 2017 dann vor. Reisen und Fotografieren sind meine großen Sachen im Leben und denen möchte ich mich viel widmen.
Und glaubt mir, Freunde sind wichtig, so sehr wichtig im Leben, zumindest die Richtigen, ohne die hätte ich das Jahr wahrscheinlich nicht ausgehalten, muss man schon sagen. Ist halt wirklich die Familie, die man sich aussuchen kann. Selbst Bekanntschaften können viel ausmachen und einen verändern, jede Person hat irgendwie Einfluss auf uns im Leben.
Ich will in meine Bilder mehr Emotionen reinbringen. Gerade beim Reisen will ich mehr fotografieren und zeigen wie ich in dem Moment gefühlt habe.
Danke an alle, die ich 2016 gesehen, gesprochen, getroffen habe. Jeder hat mein Jahr einzigartig gemacht.

Jahresrückblick - Januar bis Mai 2016

So, dann wage ich mich wohl auch mal an einen Jahresrückblick. Ich mag eigentlich solche Sachen sehr, ich mache Videos und Fotobücher, alles abzuschließen und zurückzublicken beruhigt mich selbst. Aber ich bin mir immer unsicher ob andere Leute das auch gerne lesen wollen, gerade wenn natürlich alle ihre Jahresrückblicke raushauen kann man das irgendwann nicht mehr sehen. Wie zu Weihnachten, ich hatte schon genug Weihnachtsbäume gesehen bevor überhaupt unser aufgestellt war. Dann versuche ich mal so gut wie möglich alles zusammenzufassen.

 

Januar 2016 - Noch in Neuseeland und genossen
 
Dort wusste ich noch nicht, was das Jahr für mich bereithält. Wir starteten als erste in der ganzen Welt ins neue Jahr in Queenstown, was ein Gefühl Happy New Year Sprachnachrichten zu verschicken, wenn es in Deutschland 12 Uhr mittags ist. Wir haben viel erlebt, natürlich, ich vergesse immer wieder, dass ich Anfang des Jahres noch dort war. Wir fuhren Richtung Lake Tekapo, haben das blauste Blau der Welt gesehen, sahen Pinguine und ich schwamm mit Delfinen, ich kann wohl sagen, dass das der beste Tag des Jahres war, am 12.01., so früh schon das Beste. Wir trafen alte Freunde wieder, mit denen wir gereist sind. Pascal schwamm mit Robben. Wir fuhren wieder auf die Nordinsel zurück. Reparierten unser Licht am Auto, vom Unfall vor Monaten. Und fuhren an Orten, die wir schon gesehen hatten, aber so schön fanden um noch einmal hinzufahren. Und erreichten am 31.01. Taupo.

 

 

Februar 2016 - Nach Neuseeland ging es auf nach Hause
 
In Taupo blieben wir eine ganze Weile und genossen unser einfaches Leben und gingen jeden Tag baden, da es schön warm war zu der Zeit. Wir fuhren dann weiter in den Westen, wo wir beim ersten Mal, als wir auf der Nordinsel waren, nicht hinfuhren. Surf Highway 45 und Raglan, waren ein Teil davon und ich liebte die Atmosphäre dort. Komplette Surferwelt und alle so entspannt, wie ich noch nie jemanden gesehen hatte. Wir fuhren wieder hoch nach Rotorua, mit dem Gedanken, bald neigt sich unsere Reise dem Ende. Noch einmal nach Tauranga um das nachzuholen, was wir beim ersten Mal nicht getan hatten, als wir dort waren, uns aber empfohlen wurde von 2 Kiwis, die dort lebten. Richtung Coromandel und die schönsten Strände der Welt sehen, nach meinem Gefühl, wir lebten im Paradies. Die Zeit kurz vor dem Ende war am schönsten, vielleicht weil man bemerkt, wie gut man es doch eigentlich hat? Am 16.02. gaben wir unser Auto "Bob" ab und mussten mit unseren Rucksäcken nach Auckland für eine Nacht ins Hostel. Am 17.02. flogen wir dann von Auckland aus nach Hause. Ein sehr langer, aber im Gegensatz zum Hinflug, entspannter Flug. Total fertig kamen wir am Flughafen an, endlich unsere Familien wiedersehen nach so langer Zeit, aber wir wurden überrascht und fast all unsere Freunde standen mit einem großen Plakat da. Ach was hab ich sie vermisst.
Zurück in Deutschland musste man sich an den Überfluss von Dingen, die man auf einmal wieder hatte, erst einmal gewöhnen und an den Alltag. Ich traf mich nach und nach mit all meinen Freunden und kam schneller wieder in mein normales Leben, als ich dachte. Ich fuhr eine Woche später nach Nürnberg, um meine Internet Freundin zu besuchen. Der Februar war also der krasseste Monat von der Veränderung her. Meine Gefühle musste ich erst einmal alle ordnen.

 

 

 März 2016 - Mit noch vorhandenem Optimismus ins Jahr
 
Für mich begann das Jahr erst so richtig, Neuseeland ist ein eigener Abschnitt, März war also fast wie mein eigener Januar und ich startete durch, ich verbrachte so viel Zeit mit Freunden und mit Pascal. Wenn man sich ein halbes Jahr 24/7 gesehen hat und dann auf einmal nicht mehr ist das ein merkwürdiges Gefühl. Ich ging auf mein erstes Konzert des Jahres wieder, von Sunrise Avenue, was ich so sehr vermisst hatte. Ich fing langsam wieder an Fotos von Freunden zu machen und Ostern war Zeit für Familie. Ein wenig fing ich schon mit Bewerbungen an, für die Ausbildung zur Fotografin. Insgesamt ein guter, aber nicht sehr spannender Monat. Trotzdem plagte mich der Post Travel Blues und die Fernweh Gefühle und dieses Langeweile Gefühl, hörte aber nicht besonders darauf und unterdrückte es eher.

 

 

April 2016 - Zukunftspläne und die Angst davor
 
Es meldeten sich nach und nach immer mehr Studios, dass sie mich gerne zum Bewerbungsgespräch einladen wollen, was viele über Telefon taten und für mich, mit der Telefonierphobie, war das echt nicht einfach. Es kam aber nicht eine Absage, ja man könnte sagen, ich war stolz. Mit Hannover fing es an. 3 Stunden entfernt, ach ist doch egal, stört mich nicht. War aber nicht mein Fall. Zwischendurch ein Alligatoah Konzert, das war vielleicht genial, man kann es sogar auf Youtube nachgucken, WIE genial es war. Dann folgte Lübeck, ich muss sagen, das war auch nicht mein Fall, eher ein bisschen unheimlich könnte man fast sagen. Berlin als Nächstes, nichts Besonderes, aber nett. Dann Hamburg, super nett, wundervolle Bilder, bester Eindruck bisher. Kiel als Letztes und war auch echt gut. Es zog mich also in den Norden. Ich vereinbarte 2 Praktika in Hamburg und Kiel im Mai. Volles Programm also. Freute ich mich? Wer weiß das so genau, ich glaube in meinem Kopf kam das noch nicht so ganz an, dass ich da meine nächsten Jahre verbringen sollte, fernab von zu Hause und Freunde, aber das kommt noch.

 

 

Mai 2016 - Der erste Zusammenbruch
 
Gleich die erste Woche im Mai stand das Praktikum in Hamburg an. Über Airbnb hatte ich ein Zimmer in einem Haus in Hamburg, um dort zu übernachten. Nicole war so so lieb, ich bin froh, dass ich genau dort bei ihr war, sie hat mir wirklich geholfen. Aber auf jeden Fall musste ich leider eine Stunde Bus fahren in Hamburg, um ins Studio zu gelangen. Naja muss man durch. Am Montag war nur ein Teil des Ladens auf, also machte ich den halben Tag Passbilder und schnitt diese zu, was ein Spaß. Am nächsten Tag wurde ich eingeführt, sollte helfen so gut ich konnte und ich hatte das Gefühl, der Tag ging, und ging einfach nicht vorbei. Es zerrte sich ewig und ich fand keinen richtigen Draht, es machte kein Spaß und hatte das Gefühl an mir war sehr viel auszusetzen. Als ich in der Airbnb Wohnung war, fragte mich mein Host Nicole wie ich es fand und fing an zu weinen und meinte ich fühle mich dort einfach nicht wohl. Ich erzählte ihr meinen Tag und sie zeigte so viel Vertsändnis und meinte ich solle es lieber lassen. Recht hat sie, was ich gelernt habe, wenn etwas nicht passt, lass es. Sie war eine große Inspiration, hat mir viel von sich erzählt, das wir uns sehr ähneln und ich glaube, wäre sie nicht, hätte ich nicht den Mut gehabt abzubrechen. Am nächsten Tag sollte ich mit der Chefin zu einem Außeneinsatz, dafür sollte ich früher kommen, kein Problem. Ich habe noch einmal extra Puffer eingebaut, aber die Busse hatten einfach verdammt noch mal alle so eine riesen große Verspätung, womit ich nicht rechnen konnte, dass ich zu spät war und sie ohne mich losfuhr. Ich durfte dann mehrere Stunden Papier falten, was ein Spaß, erneut. Als sie etwas wütend wiederkam, hatte ich schon längst meinen Entschluss gefasst und gemeint ich möchte abbrechen. Sie hatte Verständnis, alle Anderen auch. So blieb ich noch einen Tag in Hamburg, denn es war Himmelfahrt und Feiertag und Pascal wollte kommen. So verbrachten wir noch einen Tag dort und fuhren gemeinsam zurück nach Hause. Berlin hatte mir unterbewusst sehr gefehlt, Hamburg ist einfach nichts für mich. Berlin ist die einzig wahre Großstadt.

 

Das dann erst mal allen zu erklären war anstrengend, immer wieder das durchgehen, alle reagierten gleich, trotzdem fühlte ich mich nicht gut. In dem Gespräch mit meinem Host Nicole, keimte der Gedanke auf, dass eine Ausbildung gar nichts für mich ist, was auch stimmt. Die Idee vom Studium kam auf. Es machte mich zwar fertig, dass das Praktikum so einen schlechten Einfluss hatte, aber ich wollte nicht so schnell aufgeben. Musste ich das nur noch meinen Eltern beibringen. Sie waren nicht sehr begeistert, aber akzeptierten es. Kiel sagte ich ab. Neues Ziel vor meinen Augen.
Nebenbei durften aber natürlich meine Freunde nicht fehlen und ich fotografierte auch eine Jugendweihe. Ich gewann sogar ein Fotoshooting durch adidas neo und wir wurden von Peter Fauland fotografiert in Berlin. Das war mal eine Erfahrung nicht hinter der Kamera zu stehen. Insgesamt also ein durchwachsener Monat und ein Start in eine schwierige Phase.

 

Weihnachtsfest

Ich weiß gar nicht direkt, was ich über Weihnachten schreiben soll. Ich habe das Gefühl um ehrlich zu sein, dass kein Mensch in Weihnachtsstimmung ist. Auf den Weihnachtsmarkt traut sich ja auch niemand mehr, verständlicherweise. Ich bin da, was die Weihnachtsstimmung angeht, irgendwie eine Ausnahme. Ich habe welche, aber auch nur, weil der Vergleich zum letzten Jahr gewaltig ist. Vor einem Jahr haben wir uns Wasserfälle angesehen, haben mit unserem Auto am Strand gestanden und dort übernachtet und Pinguine gesehen. Ein Mann, am sonst leeren Strand, kam uns entgegen und meinte nur "Merry Christmas!" Und wir waren kurz geschockt, war denn wirklich schon Weihnachten? Wie haben die Menschen auf der anderen Seite der Welt, wo es warm ist zu Weihnachten überhaupt Weihnachtsfeeling? Ich glaube das wäre unmöglich für mich. Da aber gerade dieser Unterschied so drastisch ist in diesem Jahr, war schon beim kleinsten Frost mein inneres Weihnachtskind da und hat geschrien "Es weihnachtet!" Quasi so oder doch ein wenig anders. Aber auf jeden Fall habe ich Weihnachtsstimmung, aber keine Lust auf Weihnachten, zumindest auf das Richtige Fest. Die Zeit davor ist die schönste. Ich meine, der größte Zauber ist eh weg, sobald man weiß, den Weihnachtsmann gibt es gar nicht.

 

 

 

Wenn alle in gut gelaunter Stimmung sind, wenn überall wo man lang fährt Lichter an den Häusern sind und das so wunderschön aussieht. Alles ist weihnachtlich. Die Weihnachtslieder schallen von überall her. Und Plätzchen backen erst. Oh ja lecker Plätzchen. Ich wünschte diese Stimmung könnte man das ganze Jahr haben, ich meine, das ist die einzige Zeit im Jahr wo die Deutschen mal halbwegs nett sind haha! Manchmal vermisse ich die Neuseeländer und ihre stetige Fröhlichkeit, hach ja.
Passend dazu haben wir gestern übrigens Vaiana geguckt, damit so richtig Weihnachtsstimmung aufkommt! Wunderschöner Film und die Musik ist wie immer so ein Ohrwurm. Ich alter Disney Fan. Danach hatte ich für einen kurzen Moment vergessen, dass in einem Tag Weihnachten ist. Ganz wie vor einem Jahr. Die richtige Weihnachtszeit ist eh nur Stress, alle wollen unbedingt gute Laune und ein besinnliches Fest, man fährt von Familie zu Familie, isst einfach nur (wobei ich die Hälfte an Weihnachtsessen eh nicht mag - Ente ist widerlich!) und ist meist am Ende eh nur gestresst. Ich bin am 2. Weihnachtsfeiertag sogar noch arbeiten, ha! Was ein Weihnachtsfeeling.

 

 

Also ich bin irgendwie doch dazwischen, Weihnachtsliebhaber und Weihnachtshasser, würde man aber nicht immer so hohe Erwartungen haben, wäre das einfacher. Ich glaube ich bräuchte alle zwei Jahre mal eine Auszeit vom Weihnachtsfest und bin wieder dort, wo man nicht merkt, dass es Weihnachten ist. Alle paar Jahre, nur mit meinem Liebsten. Das wäre doch schön.
Wie gehts euch denn? Seid ihr in Stimmung, hasst ihr Weihnachten und würdet es am liebsten abschaffen? Oder seit ihr quasi schon seit September in Weihnachtsstimmung?

 

Trotzdem wünsche ich euch natürlich fröhliche Weihnachten, dass ihr es genießt, nicht stressen lasst und auch wenn ihr kein Weihnachtsfeeling habt, ist es nicht schlimm. Genießt die freien Tage und habt Spaß!
Footergrafik Text Caroline Mäske

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