Freundschaften sind kompliziert

Freundschaft ist eine komplizierte Sache. Es beruht auf geben und nehmen, auf gegenseitges Kontakt halten, auf Gemeinsamkeiten und noch so viel mehr. Es ist schwierig, dass nichts in Ungleichgewicht fällt. Man manchmal nicht in Konfrontationen gerät. Es ist schwer eine Freundschaft zu pflegen, das habe ich oft genug erkannt. Und manchmal geht es leider auch nicht immer gut aus.

 

 

 

Ist es eigentlich möglich Freunde ein Leben lang zu haben? Manchmal mache ich mir darüber Gedanken. Einem wird immer gesagt, Schulfreundschaften halten nicht ewig, meistens hören sie nach der Schule auf. Pascal dagegen meint, er hörte das Gegenteil, Schulfreundschaften sind noch richtige Freundschaften, ist das so? Ich weiß nur zumindest, dass ich immer noch mit meinen Freunden aus der Schule befreundet bin. Eigentlich besteht fast mein ganzer Freundeskreis nur aus Schulfreundschaften und man glaubt gar nicht wie froh ich darüber bin, dass wir nach 2 Jahren, nach Schulabschluss es immer noch hinbekommen uns fast jede Woche oder zwei Wochen zu sehen. Ich wüsste auch nicht direkt, woher ich ansonsten auch auf einmal viele neue Freunde haben sollte, wenn ich noch in meiner Heimatstadt wohne und noch nicht so etwas wie Uni oder Ausbildung angefangen habe. Nur durch diese Menschenansammlung bildet man doch überhaupt erst so schnell neue Freundschaften. Ich hatte schon viele Gruppen, die dann auseinander brachen, weil es doch nicht so geklappt hat, wie man dachte, leider. Wir kennen uns alle seit der 7. Klasse, also schon viele Jahre und wir kennen auch unsere Angewohnheiten, was uns stört an dem Anderen, aber auch was wir zu schätzen wissen, trotzdem gibt es auch bei uns mal Streit. Jetzt ist die Frage, sind wir überhaupt dafür gemacht, die gleichen Freundschaften ein Leben lang zu haben?

 

 

 

Ich habe eine Freundin, die habe ich seit der ersten Klasse. Wir kennen uns also seit 14 Jahren und sind noch immer befreundet. Eine doch seltene Ausnahme bei mir. Meistens verändert man sich, gerade wenn man in die Pubertät kommt. Man macht Erfahrungen und sieht vielleicht Dinge anders, vielleicht entwickelt man sich auch einfach in komplett unterschiedliche Richtungen und es ist nicht mehr wie früher. Irgendwann hat man immer weniger Kontakt und es zerbricht. So ist das nun mal, man macht viel durch im Leben und passt sich dementsprechend an, es ist selten, dass Menschen immer gleich bleiben. Veränderung ist ja auch etwas gutes! Jedoch macht dies nicht jede Freundschaft mit. Deswegen frage ich mich, kann das gut gehen? Verschiedene Partner, Lebensorte, Ausbildungen, alles Sachen, die einen Menschen eben in gewisser Weise verändern. Schwer zu sagen. Genauso könnte ich das auch fragen, ob man immer denselben Partner haben kann sein Leben lang, dort habe ich komischerweise nicht solche Fragen. Vielleicht bleibt dies auch für immer unbeantwortet.

 

 

 

Auf jeden Fall habe ich mir darüber meine Gedanken gemacht, denn auf den Bildern ist Isa (blond), mit ihrer Cousine zu sehen. Isa und ich kennen uns ebenfalls schon seit der 1. Klasse, dann führten uns unsere Wege etwas unschön auseinander. Seit letztem Jahr haben wir wieder Kontakt und es ist wie früher. Das haben wir auch so gesagt, wir machen die gleichen Scherze, sprechen über gemeinsame Erinnerungen und lachen darüber. Wenn wir zusammen sind fühlt es sich auch wirklich so an wie früher, als wären wir nicht schon bereits 20. Wir haben beide zueinander gesagt, wir haben uns ja gar nicht verändert. Aber haben wir das nicht vielleicht doch, nur wenn wir zusammenstoßen verfallen wir wieder in unsere alten Muster? Das kann sein, aber es stört niemanden. Es ist schön zu wissen, dass man auch nach so einer langen Zeit sich wie früher behandeln kann, einfach als wäre nie etwas gewesen.

 

 

 

Das ist noch ein Punkt worüber ich nachdenke. Früher hat man vielleicht mit Freunden wochenlang nicht geredet, weil man sich nicht gesehen hat, keine Zeit hatte und ja sonst auch nicht den größten Kontakt haben konnte, so ganz ohne Handys. Muss man denn wirklich sich jeden Tag unterhalten und auf dem Laufenden halten? Ist das wirklich gut? Ich habe es gemerkt als wir aus Neuseeland kamen, ein halbes Jahr haben wir uns nicht gesehen und es war trotzdem so, als wären wir nur 2 Wochen weg gewesen. Bei einem aus unserer Gruppe ebenso, wir sehen ihn alle paar Monate mal und wenn er da ist, dann als wären ein paar Tage dazwischen gewesen. Das zeigt doch, dass Freundschaften stark genug sind, eine längere Zeit ohne Reden oder Schreiben auszukommen. Ist dieser tägliche Handykontakt wirklich so gut? Fühlt man sich da nicht auf einer gewissen Weise dazu verpflichtet regelmäßig zu schreiben? Und fühlt man sich dann schlecht wenn mal für eine Zeit nicht geschrieben wird? Alles Gedanken die mir in letzter Zeit durch den Kopf rasen. Ich sage es ja, Freundschaften sind kompliziert.

Jahresrückblick - Januar bis Mai 2016

So, dann wage ich mich wohl auch mal an einen Jahresrückblick. Ich mag eigentlich solche Sachen sehr, ich mache Videos und Fotobücher, alles abzuschließen und zurückzublicken beruhigt mich selbst. Aber ich bin mir immer unsicher ob andere Leute das auch gerne lesen wollen, gerade wenn natürlich alle ihre Jahresrückblicke raushauen kann man das irgendwann nicht mehr sehen. Wie zu Weihnachten, ich hatte schon genug Weihnachtsbäume gesehen bevor überhaupt unser aufgestellt war. Dann versuche ich mal so gut wie möglich alles zusammenzufassen.

 

Januar 2016 - Noch in Neuseeland und genossen
 
Dort wusste ich noch nicht, was das Jahr für mich bereithält. Wir starteten als erste in der ganzen Welt ins neue Jahr in Queenstown, was ein Gefühl Happy New Year Sprachnachrichten zu verschicken, wenn es in Deutschland 12 Uhr mittags ist. Wir haben viel erlebt, natürlich, ich vergesse immer wieder, dass ich Anfang des Jahres noch dort war. Wir fuhren Richtung Lake Tekapo, haben das blauste Blau der Welt gesehen, sahen Pinguine und ich schwamm mit Delfinen, ich kann wohl sagen, dass das der beste Tag des Jahres war, am 12.01., so früh schon das Beste. Wir trafen alte Freunde wieder, mit denen wir gereist sind. Pascal schwamm mit Robben. Wir fuhren wieder auf die Nordinsel zurück. Reparierten unser Licht am Auto, vom Unfall vor Monaten. Und fuhren an Orten, die wir schon gesehen hatten, aber so schön fanden um noch einmal hinzufahren. Und erreichten am 31.01. Taupo.

 

 

Februar 2016 - Nach Neuseeland ging es auf nach Hause
 
In Taupo blieben wir eine ganze Weile und genossen unser einfaches Leben und gingen jeden Tag baden, da es schön warm war zu der Zeit. Wir fuhren dann weiter in den Westen, wo wir beim ersten Mal, als wir auf der Nordinsel waren, nicht hinfuhren. Surf Highway 45 und Raglan, waren ein Teil davon und ich liebte die Atmosphäre dort. Komplette Surferwelt und alle so entspannt, wie ich noch nie jemanden gesehen hatte. Wir fuhren wieder hoch nach Rotorua, mit dem Gedanken, bald neigt sich unsere Reise dem Ende. Noch einmal nach Tauranga um das nachzuholen, was wir beim ersten Mal nicht getan hatten, als wir dort waren, uns aber empfohlen wurde von 2 Kiwis, die dort lebten. Richtung Coromandel und die schönsten Strände der Welt sehen, nach meinem Gefühl, wir lebten im Paradies. Die Zeit kurz vor dem Ende war am schönsten, vielleicht weil man bemerkt, wie gut man es doch eigentlich hat? Am 16.02. gaben wir unser Auto "Bob" ab und mussten mit unseren Rucksäcken nach Auckland für eine Nacht ins Hostel. Am 17.02. flogen wir dann von Auckland aus nach Hause. Ein sehr langer, aber im Gegensatz zum Hinflug, entspannter Flug. Total fertig kamen wir am Flughafen an, endlich unsere Familien wiedersehen nach so langer Zeit, aber wir wurden überrascht und fast all unsere Freunde standen mit einem großen Plakat da. Ach was hab ich sie vermisst.
Zurück in Deutschland musste man sich an den Überfluss von Dingen, die man auf einmal wieder hatte, erst einmal gewöhnen und an den Alltag. Ich traf mich nach und nach mit all meinen Freunden und kam schneller wieder in mein normales Leben, als ich dachte. Ich fuhr eine Woche später nach Nürnberg, um meine Internet Freundin zu besuchen. Der Februar war also der krasseste Monat von der Veränderung her. Meine Gefühle musste ich erst einmal alle ordnen.

 

 

 März 2016 - Mit noch vorhandenem Optimismus ins Jahr
 
Für mich begann das Jahr erst so richtig, Neuseeland ist ein eigener Abschnitt, März war also fast wie mein eigener Januar und ich startete durch, ich verbrachte so viel Zeit mit Freunden und mit Pascal. Wenn man sich ein halbes Jahr 24/7 gesehen hat und dann auf einmal nicht mehr ist das ein merkwürdiges Gefühl. Ich ging auf mein erstes Konzert des Jahres wieder, von Sunrise Avenue, was ich so sehr vermisst hatte. Ich fing langsam wieder an Fotos von Freunden zu machen und Ostern war Zeit für Familie. Ein wenig fing ich schon mit Bewerbungen an, für die Ausbildung zur Fotografin. Insgesamt ein guter, aber nicht sehr spannender Monat. Trotzdem plagte mich der Post Travel Blues und die Fernweh Gefühle und dieses Langeweile Gefühl, hörte aber nicht besonders darauf und unterdrückte es eher.

 

 

April 2016 - Zukunftspläne und die Angst davor
 
Es meldeten sich nach und nach immer mehr Studios, dass sie mich gerne zum Bewerbungsgespräch einladen wollen, was viele über Telefon taten und für mich, mit der Telefonierphobie, war das echt nicht einfach. Es kam aber nicht eine Absage, ja man könnte sagen, ich war stolz. Mit Hannover fing es an. 3 Stunden entfernt, ach ist doch egal, stört mich nicht. War aber nicht mein Fall. Zwischendurch ein Alligatoah Konzert, das war vielleicht genial, man kann es sogar auf Youtube nachgucken, WIE genial es war. Dann folgte Lübeck, ich muss sagen, das war auch nicht mein Fall, eher ein bisschen unheimlich könnte man fast sagen. Berlin als Nächstes, nichts Besonderes, aber nett. Dann Hamburg, super nett, wundervolle Bilder, bester Eindruck bisher. Kiel als Letztes und war auch echt gut. Es zog mich also in den Norden. Ich vereinbarte 2 Praktika in Hamburg und Kiel im Mai. Volles Programm also. Freute ich mich? Wer weiß das so genau, ich glaube in meinem Kopf kam das noch nicht so ganz an, dass ich da meine nächsten Jahre verbringen sollte, fernab von zu Hause und Freunde, aber das kommt noch.

 

 

Mai 2016 - Der erste Zusammenbruch
 
Gleich die erste Woche im Mai stand das Praktikum in Hamburg an. Über Airbnb hatte ich ein Zimmer in einem Haus in Hamburg, um dort zu übernachten. Nicole war so so lieb, ich bin froh, dass ich genau dort bei ihr war, sie hat mir wirklich geholfen. Aber auf jeden Fall musste ich leider eine Stunde Bus fahren in Hamburg, um ins Studio zu gelangen. Naja muss man durch. Am Montag war nur ein Teil des Ladens auf, also machte ich den halben Tag Passbilder und schnitt diese zu, was ein Spaß. Am nächsten Tag wurde ich eingeführt, sollte helfen so gut ich konnte und ich hatte das Gefühl, der Tag ging, und ging einfach nicht vorbei. Es zerrte sich ewig und ich fand keinen richtigen Draht, es machte kein Spaß und hatte das Gefühl an mir war sehr viel auszusetzen. Als ich in der Airbnb Wohnung war, fragte mich mein Host Nicole wie ich es fand und fing an zu weinen und meinte ich fühle mich dort einfach nicht wohl. Ich erzählte ihr meinen Tag und sie zeigte so viel Vertsändnis und meinte ich solle es lieber lassen. Recht hat sie, was ich gelernt habe, wenn etwas nicht passt, lass es. Sie war eine große Inspiration, hat mir viel von sich erzählt, das wir uns sehr ähneln und ich glaube, wäre sie nicht, hätte ich nicht den Mut gehabt abzubrechen. Am nächsten Tag sollte ich mit der Chefin zu einem Außeneinsatz, dafür sollte ich früher kommen, kein Problem. Ich habe noch einmal extra Puffer eingebaut, aber die Busse hatten einfach verdammt noch mal alle so eine riesen große Verspätung, womit ich nicht rechnen konnte, dass ich zu spät war und sie ohne mich losfuhr. Ich durfte dann mehrere Stunden Papier falten, was ein Spaß, erneut. Als sie etwas wütend wiederkam, hatte ich schon längst meinen Entschluss gefasst und gemeint ich möchte abbrechen. Sie hatte Verständnis, alle Anderen auch. So blieb ich noch einen Tag in Hamburg, denn es war Himmelfahrt und Feiertag und Pascal wollte kommen. So verbrachten wir noch einen Tag dort und fuhren gemeinsam zurück nach Hause. Berlin hatte mir unterbewusst sehr gefehlt, Hamburg ist einfach nichts für mich. Berlin ist die einzig wahre Großstadt.

 

Das dann erst mal allen zu erklären war anstrengend, immer wieder das durchgehen, alle reagierten gleich, trotzdem fühlte ich mich nicht gut. In dem Gespräch mit meinem Host Nicole, keimte der Gedanke auf, dass eine Ausbildung gar nichts für mich ist, was auch stimmt. Die Idee vom Studium kam auf. Es machte mich zwar fertig, dass das Praktikum so einen schlechten Einfluss hatte, aber ich wollte nicht so schnell aufgeben. Musste ich das nur noch meinen Eltern beibringen. Sie waren nicht sehr begeistert, aber akzeptierten es. Kiel sagte ich ab. Neues Ziel vor meinen Augen.
Nebenbei durften aber natürlich meine Freunde nicht fehlen und ich fotografierte auch eine Jugendweihe. Ich gewann sogar ein Fotoshooting durch adidas neo und wir wurden von Peter Fauland fotografiert in Berlin. Das war mal eine Erfahrung nicht hinter der Kamera zu stehen. Insgesamt also ein durchwachsener Monat und ein Start in eine schwierige Phase.

 

Abi bestanden!

Ein kurzer Zwischenpost, der mal privat aus meinem Leben berichtet, ein wenig anders als sonst. Ich denke das ist ein großer Schritt und bin unendlich stolz darüber, dass ich es endlich geschafft habe und was aktuell in meinem Leben los ist und ich möchte ein bisschen was allgemein darüber erzählen. 

 

 

 

Aber zuerst: Ich habe mein verdammtes Abitur bestanden!!!!1! Und bin verdammt glücklich darüber. Vor einigen Wochen noch saß ich büffelnd über meinen Bio-, Deutsch-, Englisch- und Geschichtshefter und nun ist das alles vorbei. Eins sei gesagt - es geht alles viel schneller vorbei, als man sich das vorstellen kann. 2 Jahre lang wird man konkret auf das Abitur vorbereitet, es wird einem Angst gemacht, es wird gewarnt man solle frühzeitig mit dem Lernen anfangen, man wird nur darauf vorbereitet und ehe man sich versieht, ist es vorbei, ehrlich. Man sollte sich auf keinen Fall extrem unter Druck oder Stress setzen das ist einfach nicht gut, geht es entspannter an, wenn man es so sieht, ist das Abi einfach nur eine lange Klausur und sogar noch besser man hat viel mehr Auswahl!  

Eigentlich hatte ich 10. Klasse sogar überlegt damals abzugehen und eine Ausbildung anzufangen, ich dachte das Abi schaffe ich nie, alle hatten immer solch eine Angst davor, da muss doch was hinterstecken, vor allem ich, die Schule einfach gehasst hat, das schaffe ich niemals .. dachte ich. Die 2 Jahre (bei uns in Brandenburg sind es 2) sind hart und anstrengend ja, es gab extrem viele Hausaufgaben und Tage, wo ich einfach nicht mehr wollte, gerade in der 12. Dort lebte ich manchmal tagelang nur für die Schule - 8 Stunden Schule, nach Hause kommen, und wieder bis um 10 Hausaufgaben machen, dann ins Bett und wieder zur Schule. Aber letztendlich ist es vielleicht doch gar nicht so schwer, wie alle denken und selbst wenn es letztendlich nicht das super beste Ergebnis ist, man hat es geschafft und kann stolz sein. Selbst wenn man noch in die Nachprüfung muss, was leider doch manche Freunde müssen, sollte man sich nicht so einen Kopf machen, lernen und versuchen das Beste daraus zu machen! Außerdem wollen die Lehrer doch auch, dass ihr besteht. Nicht unterkriegen lassen!

 

Ihr solltet aber wirklich ein paar Tage vorher mit dem Lernen anfangen, nicht wie ich, die einen Tag davor anfing und in Bio einen 10-Stunden-Marathon abhielt im Lernen, ups. Aber immer hin war Bio meine beste Note, aber tut das euch selbst bitte nicht an, man hasst sich im Endeffekt nur dafür.

 
 

 Und was mache ich eigentlich die ganze Zeit? Die Prüfungen sind durch, Ergebnisse auch bekannt und es gibt eine Menge Zeit. Ich lebe zwischen Partys, so wie Grillpartys oder Beachpartys, bis hin zu Holifesten, Konzerten und auf jeden Fall seehr viel Zeit mit meinen Freunden, wer weiß denn, wie lange wir uns noch alle so auf einem Fleck haben? Natürlich fotografiere ich zwischendurch so viel ich kann. Aktuell suche ich noch nach einem Aushilfsjob, was aktuell sogar ganz gut aussieht. Außerdem ist nächste Woche Freitag auch noch unser Abiball und danach die Woche unsere Abschlussfahrt nach Kroatien! Es ist auf jeden Fall noch eine Menge los und morgen wird erst mal ein Geburtstag gefeiert und natürlich auf unser Abi angestoßen! Das Leben kann so schön sein!

 
 
 
 
 
 
 

Mehr sehen, mehr erleben, mehr reisen

 

Ein Post mit Fotografie Bildern, was seltenes. Das ist Anna, mit ihr und 2 weiteren sind wir eine Zeit lang gereist. Es war eine wunderschöne Zeit, wir mussten aber Lebewohl sagen, da sie weiter arbeiten wollten auf dem Rummel, wir aber reisen. Ich habe auf dem Rummel Erfahrungen gesammelt und so gesehen ist die Arbeit etwas, was nicht jeder macht, das kann ich später mal meinen Kindern erzählen, ich habe mal bei solchen Geschäften gearbeitet und es war schön. Ich habe Leute kennen gelernt die seit 15 Jahren dabei sind, eine Oma die in Amsterdam bestimmte Brownies zu sich nimmt und mir die Geschichten erzählt, die Besitzerin die immer nett ist und einen ein gutes Gefühl gibt, die ganzen anderen Backpacker, von Schotte über Finne bis Australier und viele Deutsche. Wir waren fast schon eine kleine Backpacker Familie. Reisen, arbeiten, abends zusammen sitzen und quatschen.

 

 

 

Ich hoffe wir sehen uns nochmal wieder, versprochen haben wir es uns. 
Verstehen tu ich jetzt was jeder meint, dass es eine unvergessliche Zeit wird, ich vermisse öfter meine Freunde zu Hause, aber oft wird es verdrängt, da ich viele Leute hier habe, viele Abenteuer zu erleben. Und das beste ist, selbst wenn Neuseeland irgendwann vorbei ist, will ich auf ins nächste Land, mehr sehen, mehr erleben, mehr Leute kennen lernen. Hier sind die Leute alle so verdammt nett, Deutschland sollte sich davon eine Scheibe abschneiden. 
Pläne stehen schon, Thailand reizt mich, genauso wie Dänemark, und später irgendwann auch auf jeden Fall USA. Ich habe einen getroffen, der schon seit einem Jahr und 9 Monaten reist, er war in Asien, Australien gearbeitet, jetzt hier, er will noch mehr sehen. Deutschland? Nie wieder zurück am liebsten. Irgendwie hat es einen Reiz, ich könnte das hier auch ewig machen, selbst wenn ich kein Luxusleben führe mit nur einem Auto wo wir drin wohnen, öffentliche Duschen müssen wir suchen und kochen über einem Campingkocher, aber ich bin glücklich so. Ich mein, nicht jeder hat das und sieht das was ich sehe. 
 
 

Meine Reisebegegnungen

Die liebe Ariane von heldenwetter hat schon wieder ein wunderbares Thema angeschnitten und zur Blogparade aufgerufen und da mache ich doch mit! Es geht, wie man schon lesen kann, um Reisebegegnungen

Sie hat Recht, wenn sie davon redet, dass man meistens nur von der Natur von Sehenswürdigkeiten oder von Städten auf seinen Reisen erzählt, aber nie von den Menschen mit denen man diese Abenteuer geteilt hat, mit denen man gelacht und so viel oder auch nur kurz etwas erlebt hat. 

 

Ich muss dazu einfach sagen ich bin eher der introvertierte Mensch, wenn es darum geht, auf Menschen zuzugehen oder neue Leute kennenzulernen. Ich traue mich einfach nicht, diese Hemmschwelle zu überwinden ist schwierig für mich. Deswegen war auch das halbe Jahr Neuseeland eine ganz neue Herausforderung auf der menschlichen Ebene. Manchmal habe ich mich auch in unserem Camper Auto versteckt und die Außenwelt ausgeschlossen und lieber Filme auf dem Laptop geguckt als draußen vielleicht den Kreis von Menschen anzusprechen, aber ich mache Fortschritte, wirklich. 
 
Ich habe insgesamt zwei Geschichten. Und die Erste spielt noch hier in Deutschland. Als ich nämlich Arianes Post gelesen habe, musste ich spontan an diesen Moment zurückdenken, ich habe daran schon ewig nicht mehr gedacht. Und doch kam er mir in den Sinn. 
 
Ich war auf dem Weg zu meiner Internetfreundin. Ich wohne in der Nähe von Berlin und sie in Nürnberg. Im Flixbus bin ich also zu ihr hin und das war auch das erste Mal, das wir uns sehen sollten. Aber darum geht es eher weniger. Flixbus war zu dem Zeitpunkt gerade ganz neu und im Trend und jeder wollte es ausprobieren und Ferien waren auch noch, also war der Bus komplett voll besetzt. Der Platz neben mir war noch bis zum Schluss frei, bis dann zwei Saufkumpels, so würde ich sie einschätzen, einstiegen und merkten, dass sie doch ziemlich spät dran waren. Hinter mir war auch noch genau ein Platz frei, also setzte sich einer zu mir und einer genau hinter ihn. Ich merkte schon, das könnte eine lustige Fahrt werden, so hyperaktiv, wie die drauf waren. Genervt drehte ich mich schon öfter um, bis der Junge hinter mir, dessen Platz bis eben auch noch frei war, anbot sich zu mir zu setzen, damit die beiden Kumpels ja zusammensitzen konnten. Gesagt, getan. Ich war wirklich froh, eher diesen doch hübschen, ruhigen Jungen neben mir zu haben. Aber wie gesagt, bin ich nicht so der Typ, der auf Menschen zugeht. Also saßen wir schon mindestens 2 Stunden dort und haben nur "Hi" gesagt, denn er war anscheinend der gleiche Typ wie ich. Als wir Pausen machten, sahen wir uns auch immer verwirrt um. Beim Hinsetzen dann habe ich Tollpatsch mir dermaßen den Kopf gestoßen, sodass das der Eisbrecher war. Er fragte, ob alles okay sei mit mir. Ich bejahte und dann reichte es mir und sagte wir können doch nicht ewig weiterschweigen, er kann mir doch zumindest sagen, wie er heißt. Leider weiß ich das nicht mehr, es ist zu lange her. Und es ist leider auch keine romantische Liebesstory (obwohl das ziemlich cool wäre!) aber wir haben dann die ganze Fahrt lang geredet und haben uns sofort gut verstanden, haben viel gelacht, er hat mir viel von ihm erzählt und das er nicht oft in Berlin ist. Wir haben aber nicht die Nummern ausgetauscht, leider, aber vielleicht sollte es so sein, die gegenseitige Unterhaltung im Bus. Es hat mir viel Spaß gemacht mit ihm zu reisen. Wenn auch nur für die kurze Zeit. Da kann man mal sehen, was man für interessante Menschen und vielleicht sogar Freunde verpassen kann, nur wenn man zu schüchtern ist! Ein Glück habe ich mir damals den Kopf gestoßen.
 
 
Die zweite Geschichte ist natürlich aus Neuseeland. Wer hätte das gedacht.  
 
In Neuseeland habe ich viele Begegnungen gemacht, so viele nette Menschen, die kann man gar nicht aufzählen, auch wenn das im ersten Hostel das Gegenteil war. Da dachte ich, ich werde nie Leute kennenlernen, aber egal. 
Unser erster Job war auf einem Rummel, Karnival, wie auch immer man das nennen möchte. Dementsprechend auch viele Backpacker. Pascal und ich kamen dort an total aufgeregt wurden eingeführt und durften dann mit unserem Camper Auto uns zwischen den Anderen stellen. Man kannte keinen, erst mal alles fremd. Irgendwann abends saßen die Ersten zusammen um eine Lampe am Tisch und quatschten. Immer mehr setzten sich dazu, nur Pascal und ich nicht. Wir wollten uns nicht einfach ohne Einladung dazu setzen, das fanden wir unhöflich, keine Ahnung wieso, haben ja alle Anderen auch gemacht. Ein Glück kam dann aber jemand endlich und meinte wir könnten uns doch auch dazu setzen! So lernten wir die Rummel Crew kennen. So viele nette Leute. 5 Deutsche, eine Finnin, ein Schotte und eine Holländerin. Nach ein paar Tagen hatten wir uns alle irgendwie ins Herz geschlossen und das war der Anfang einer wunderbaren Reise Freundschaft. Wir reisten mit dem Rummel von Ort zu Ort und das war mit die beste Zeit in Neuseeland, wie ich fand. Ich habe mich so wohlgefühlt, trotz der Arbeit und das lag einfach genau an den Menschen. Da wir auch das einfachste Leben hatten, kochten wir zusammen und nach der Arbeit zusammensitzen und reden, war Tradition. Einmal machten wir auch einen Filmeabend, mit einem Laptop, draußen und es war so kalt, aber soo schön! Wir waren dann letztendlich zu 10. 
 
Es hatte sich dann eine Gruppe herauskristallisiert, die 5 Deutschen und die Holländerin. Pascal, ich, Anna, Ann-Kristin, Al und Rose. Wie auf dem Bild zu sehen. Leider wollte Rose ihren eigenen Weg gehen und verabschiedete sich dann, die positive immer lachende Rose! 
 
 
So reisten wir aber zu 5. weiter und es war wundervoll. Wir spielten Karten, saßen draußen, kochten und schauten dabei aufs Meer, lachten bis wir Tränen in den Augen hatten und halfen uns gegenseitig, wenn jemand in der Klemme steckte. Es war einfach mit die schönste Zeit. Dann wurden wir von Anna und Ann-Kristin für eine Weile getrennt, da sie woanders dem Rummel helfen mussten. Als sie nach ein paar Wochen wieder da waren, haben wir uns so gefreut, als wäre ein Stück der Familie wieder da. Und vielleicht reisen manche Menschen oft mit anderen Leuten und schließen so viele Freundschaften, aber für mich war es als hätte ich meine Freunde von zu Hause mit nach Neuseeland geholt, so wohl habe ich mich gefühlt. Ich hatte in dem Zeitraum kein geringstes Heimweh und konnte mir vorstellen, dass es immer so weitergehen könnte. Ich war glücklich.
Wir bereisten viele Orte zusammen und sahen so viel und irgendwann kam aber leider der Abschied. Hoffentlich aber nicht für immer, wir haben noch Kontakt und vielleicht sehen wir uns noch mal und dann habe ich meine Freunde aus Neuseeland in Deutschland. Und ich müsste ihnen eigentlich mal Danke sagen, dass sie unsere Reise so bereichert haben, und kann glücklich sagen, dass auch ich bei meiner Reise wundervolle Menschen kennengelernt habe.
 
 
Footergrafik Text Caroline Mäske

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