Jahresrückblick - Juni bis Dezember 2016

Juni - Die Realisation und Verdrängung

 

Ich hatte nun also halbwegs meinen Plan, Studium, yeah! Ich ging zu meiner Beraterin im Arbeitsamt, wir guckten gemeinsam. Und dann kam es, sie meinte ich sei aber zu spät dafür, viele Schulen oder Unis wollen ein Vorpraktikum, für meine Mappe bräuchte ich auch mehr Zeit und Mappenberatungen gab es auch nicht mehr so wirklich. Ich dachte noch in dem Moment, ja ach sie kennt sich nicht so wirklich aus, ich gucke selber wenn ich zu Hause bin. Was soll ich sagen, natürlich hatte sie recht. Es gab noch welche, die ihre Deadline im späten Juli hatten, aber das waren private Schulen für über 600€ im Monat und wer hat denn so viel Geld zur Verfügung, ich möchte auch noch leben?! Generell gilt in Berlin, alles nur private Schulen und alles teuer, bis auf vielleicht ein oder zwei Ausnahmen. Klingt super, nicht wahr? Und was tat ich? Natürlich, das was Schüler schon ihr Leben lang gelernt haben, es aufschieben. Ich wollte das jetzt noch niemandem sagen, weil ich wusste es würde Stress geben. So schiebte ich diesen schlimmen Gedanken ganz hinten in meinen Kopf und tackerte die Türen zu.
Ich fing auch wieder an zu arbeiten, als Kellnerin, das war ebenfalls eine gute Ablenkung. Außerdem kam das Fernweh Gefühl extrem stark dazu, also entschieden wir uns, da das Geld fehlte, für große Ausflüge, für Dänemark. Zu 4. fuhren wir also dorthin und es war echt schön. Wir sahen viel, wir waren wieder am Meer, wir hatten eine tolle Ferienwohnung und hatten ein paar grandiose Ausflüge. Eine sehr gute Woche zum Ablenken und Verdrängen. Manchmal überkam mich die Verzweiflung, was ich nur tun soll mit meiner Zukunft. Ich sprach öfter mit Freunden darüber, aber sie wussten auch nicht weiter, wie auch? Trotzdem gut, dass ich wen zum Reden hatte.
Der Abiball meiner besten Freundin stand auch noch an! Ein ganzer Monat voller Ablenkung! Dort wurde ich als Fotografin gebucht und fand es wunderschön. Ich wünschte ich könnte noch einmal nächstes Jahr einen Abiball fotografieren. Es war auf jeden Fall sehr emotional. Außerdem war es Sommer und das wollte ja auch ausgenutzt werden. Heißt, auch viel Zeit mit Freunden verbracht. Noch waren die Meisten da.

 

 

Juli - Arbeiten, arbeiten, arbeiten

 

Juli war mein Arbeitsmonat, denn eine Kollegin war krank und ich musste einspringen. Außerdem fotografierte ich gleich am 01. Juli eine Hochzeit, die Bilder mussten auch bearbeitet werden. Ich hab mich wahnsinnig darüber gefreut und mich sehr geehrt gefühlt! Ich wünschte ich würde öfter Hochzeiten fotografieren, das ist immer so etwas ganz besonderes. Meine ganzen Tage bestanden also aus, Aufstehen, Bilder bearbeiten, Arbeiten, Bilder bearbeiten und Schlafen. Wie ich das ausgehalten habe ist mir ein Rätsel, gesund war das nicht. Aber es blieb keine Zeit zum Nachdenken. Zwischendurch hatte ich noch Jahrestag mit Pascal, den wir auch nicht wirklich feiern konnten, dank der Arbeit natürlich. Zwischendurch gab es noch Geburtstage. Meine Kollegen wurden mittlerweile auch Freunde, denn man hat sich ja eh fast jeden Tag gesehen. Achja und genau am letzten Tag im Monat gab es noch das Holifestival in Berlin. In meiner Erinnerung ist dieser Monat nur so an mir vorbeigerast.

 

 

August - Und es ging bergab

 

Ich kann es nicht mehr ganz zuordnen aber Ende Juli ungefähr kamen dann die ersten Fragen, hast du dich beworben? Was ist mit der Uni? Ich hatte mich natürlich nicht an 600€ teuren Schulen beworben, das hätte ich doch eh nicht geschafft und für die anderen war ich, wie bereits erwähnt, zu spät. Und dann ging es los. Die Realisation meiner Eltern und daraufhin sehr, sehr viel Stress. Ich wusste ich hab verkackt, das mussten mir sie nicht noch so oft vorwerfen. Ihrer Meinung nach sollte ich doch einfach irgendetwas studieren, oder ich solle auf einmal ein FSJ anfangen und was noch alles für Schnapsideen. Verständnis? Keins vorhanden. Ich hab mich verschlossen, meiner Meinung nach hatte das eh keinen Sinn, für sie glich das einem Weltuntergang. Oh ja und die typischen Sätze wie "Ich in deinem Alter...!!" kamen natürlich auch. Irgendwann war mir das alles zu viel, ich gab nur dumme Antworten. Außer auf die Frage was ich jetzt machen möchte, das wusste ich nicht, glaubten sie mir aber nicht. Jeden Tag Streit, jeden Tag Stress, ich wollte gar nicht mehr nach Hause. Teilweise bin ich frühs arbeiten gegangen, war dann bei Kollegen oder Freunden bis mitten in der Nacht, kam wieder, schlief und ging arbeiten. Das ging fast den ganzen Monat so. Was soll ich sagen, geklärt ist das bis heute nicht wirklich.
Es war noch so viel mehr, was ich aber auch nicht alles erzählen möchte. Freunde hatten auch noch ziemliche Probleme, die einen auch extrem mitnahmen, mehr als man denkt. Ich hatte das Gefühl ich konnte gar nicht mehr glücklich werden so wirklich. Ein Glück gibt es aber Freunde und Pascal. Ohne sie hätte ich es nicht geschafft trotzdem noch zu Lachen und Spaß zu haben und mich abzulenken, auch wenn manche nicht einmal wussten was los ist, egal Hauptsache sie waren da. Zu dem Zeitpunkt habe ich angefangen sehr exzessiv twenty one pilots zu hören, (Ich hörte sie davor schon lange, aber erst ab da an verstand ich das meiste) man glaubt es nicht, aber das half auch sehr. Wer sich mit der Band und mit den Lyrics mehr auseinander setzt, versteht es. Sie halfen mir so sehr, dass ich mir sogar ein Zitat aus dem Song "Car Radio" tättowieren habe lassen, noch im selben Monat. "Peace will win & Fear will lose" Nach allem was passiert ist das Jahr, hatte ich sofort das Gefühl, das passt. Ich glaube die meisten verstehen es nicht, aber ich habe mich verstanden gefühlt und aufgehoben, vor allem bei den anderen Fans.
Ansonsten geschah nichts spannendes, das reichte aber auch.

 

 

September - Einfach weitermachen

 

Zumindest die Streits hörten auf zu Hause, trotzdem gab es noch eine angespannte Stimmung. Als könnte jederzeit wieder alles zusammenbrechen. Nicht das angenehmste. Ich lenkte mich wie immer ab. Die Hochsaison im Restaurant war vorbei, also musste ich nicht mehr sehr viel arbeiten. So konzentrierten wir uns also auf meine Fotografie, ich hatte ja jetzt Zeit dafür. Der beste Freund einer Arbeitskollegin, mochte mich von Anfang an und kannte sich mit Homepage und so einem Kram alles aus. Er nahm es sich vor und baute mir eine Website. Ich versuchte so gut es ging zu helfen, also nicht sehr viel. Aber Anfang September hatten wir es geschafft! Meine erste eigene Website ging online! Ich fühlte mich so professionell! Meine Facebookseite belebte ich auch wieder. Langsam ging alles voran. Ich fotografierte noch Freunde um neue Bilder auf meiner Seite zu haben.
Ich war außerdem auf dem Lollapalooza Festival, was extrem gut tat! Und was wahrscheinlich hier mein beliebtester Blogeintrag wurde haha.

 

Tja und im September habe ich auch zufälligerweise Geburtstag. Ich feierte mit einer Freundin, die am gleichen Tag hat wie ich, in unseren Geburtstag rein. Sagen wir es so, es war okay, es gab dort auch wieder Komplikationen. Ich fand den 25. September, also meinen Originaltag schöner. Pascal schenkte mir, verbunden mit unserem Jahrestag, Tickets für das Aladdin Musical in Hamburg. Ich lieeeeebe Disney und war von Tarzan schon begeistert. Das war so ein schöner Tag, er fuhr uns hin und das Musical war so schön, ich hätte weinen können, weil endlich wieder etwas so schönes passierte. Ich hab schon Glück mit ihm.
 
 

 

 
Oktober - Glück im Unglück

 

Normalerweise wäre jetzt der Start fürs Studium gewesen, mittlerweile hatten sie wohl akzeptiert, dass es nichts wird. Bei einem aber schon, bei Pascal nämlich. Denn auch er musste ja studieren und bei ihm lief es besser. Er wollte Kommunikationswissenschaften studieren und hatte mehrere Möglichkeiten, es sah aber so aus als würde er nach Dresden gehen, es war schon fast alles so weit. Ich fand es natürlich nicht so gut, eine Fernbeziehung? Ich brauchte ihn doch aber! Ich war schon extrem verzweifelt. Und zwei Tage vor Beginn, bekam er einen Anruf, er ist im Nachrückverfahren in Berlin angenommen. Oh mein Gott! Ich war so dankbar, Berlin ist kein Ding, das ist eine Stunde mit dem Zug und fast alle Freunde sind aktuell in Berlin! Es bedeutete zwar viel Stress für ihn, da er in Dresden alles kündigen musste, aber das war es wert.
Meine Website war gut, aber das reichte nicht, wir meldeten ein Gewerbe an, so richtig. Sodass ich dann offiziell nebengewerblich Fotografin bin! Nur Aufträge blieben aus, natürlich. Das war schon wieder deprimierend für mich. Der Monat war nicht gut fotografisch. Außerdem hatte ich keine Arbeit im Restaurant, Pascal war auch weg und meine anderen Freunde hatten ebenso zu tun, mit Studium oder Ausbildung. Und ich saß hier alleine und wusste nicht wohin mit meiner ganzen freien Zeit. Ab ins nächste tiefe Loch. Das war wirklich schlimm eine zeitlang, ich wusste nicht mal wo für es sich lohnt aus dem Bett aufzustehen, ich machte ja eh nichts wichtiges. Die Traurigkeit gesellte sich wieder zu mir. Wie ein ständiger Begleiter. Das bekam aber keiner mit.
Am Ende des Monats rettete mich wieder twenty one pilots, denn es gab eine App für Fans. Dort fand ich zufälligerweise 3 Leute, mit denen ich mich auf Anhieb verstand. Eine sogar aus Deutschland. Ich hatte wieder halbwegs Beschäftigung, wenn nicht im echten Leben, dann wenigstens Leute aus dem Internet, die mich verstanden. Ich erzählte alles, was mich so belastet, was passiert ist, sie erzählten ihre Geschichten und ich fühlte mich so verstanden und das von eigentlich Fremden. Aber mir half es. Ich fühlte mich besser.
Am Ende des Monats war sogar Martinimarkt hier, wo wir uns auch alle verabredeten. Ein Geburtstag stand auch noch an. Es geht wohl bergauf.

 

 

November - So langsam wirds

 

Und gleich am 2. des Monats stand mein twenty one pilots Konzert an. Ich war um 11 Uhr früh da um auch vorne zu stehen. Die Band die mich in meiner schweren Zeit mit gerettet hatte, denen möchte ich auch in die Augen sehen während des Konzertes. Und wie ich schon einmal gesagt hatte, die Fans sind die besten. Fast 8 Stunden warten war anstrengend, aber nicht schlimm, denn ich hatte die coolsten und nettesten Leute um mich herum. Ich kann gar nicht beschreiben wie unglaublich wundervoll all diese Menschen waren, da jeder seine eigene Geschichte hat, was jeder weiß und sind alle nett zueinander. Dann ging es los, Pascal kam auch noch irgendwann hinzu und es war das beste Konzert auf dem ich je war. Ich konnte Tyler, den Sänger hochhalten, Josh, den Drummer ebenso und fühlte mich aufgehoben in der Masse der Menschen, die, wie ich, sich durch die Musik aufgehoben fühlten. Vor dem letzten Lied, hielt Tyler seine Rede, die berührte mich so sehr, in Verbindung mit dem letzten Lied, dass ich anfing zu weinen. Ich weinte das ganze Jahr aus mir heraus. Ich umarmte mich zum Schluss noch mit einer, mit der ich draußen gewartet hatte und das wars.
Nicht ganz, denn diese Menschen aus dem Internet, die Eine, die ich dank der Band kennen lernen durfte, die kam nach Berlin. Die die mir geholfen hat aus dem Loch rauszukommen. Sie war nicht länger, die Person aus dem Internet! Ein wunderschöner Tag war das. Wir ließen uns ein Tattoo stechen, mein 2. Tattoo insgesamt und es war noch mal twenty one pilots bezogen. Nach dem Konzert konnte ich nicht anders.
Es wurden mehr Menschen auf meine Website aufmerksam! Ich fotografierte mehr Kunden, traf mich mit Kunden. Endlich! So hatte ich es mir vorgestellt! Es schien wohl wirklich besser zu laufen, endlich. Bis auf meine Zahnarzt Termine, ich musste durch eine Weisheitszahn OP durch, ich hatte so viel Schiss! Es ging letztendlich aber, war nur nervig alles ziemlich. Aber insgesamt kein schlechter Monat.

 

 

 

 

Dezember - Was kommt wohl noch?

 

Ich liebe die Weihnachtsstimmung, vorallem wenn man diese mit einem Babybauchshooting beginnt! Ja es bleibt gut, was die Fotografie angeht! Meine Freunde hatten auch wieder mehr Zeit. Wir klärten Streitereien, wir backten Plätzchen, wir waren im Kino und Pascal hat auch Zeit, ich besuchte ihn auch in seiner WG in Berlin. Kein schlechter Monat. Wäre da nicht Weihnachten. Eigentlich liebe ich Weihnachten, aber mit dem Hintergrund von dem Jahr, war dieses Weihnachten nicht das angenehmste und war für mich nur anstrengend. Ich war froh, als es vorbei war. Schade eigentlich. Aber nun steht Silvester in den Startlöchern mit meinen Freunden und ich denke das kann nur gut werden. Mit all meinen liebsten Menschen in das Jahr 2017 starten, kann gar nicht schief gehen. Es hat letztes Jahr einfach gefehlt.

 

 

 

Was sagt mir also das Jahr 2016? Man sollte seinen Traum verfolgen und das machen, was einen glücklich macht. Das war schon immer meine Devise, aber dieses Jahr habe ich das auch so vollzogen. Ich habe anstatt mich zu etwas zwingen zu lassen, es gelassen und habe meine Konsequenzen daraus gezogen, ich weiß bis heute nicht, ob es das Richtige war, aber ich hoffe irgendwann kann ich das noch sagen. Ich weiß nur, ich mache nicht etwas was mich unglücklich macht, was einfach zu viele in meinem Umkreis machen und das kann ich nicht. Darauf kann ich zurückblicken in diesem Jahr und sagen, dass ich darauf stolz sein kann. Irgendwann finde ich schon noch den richtigen Weg. Jeder findet seinen Weg, davon bin ich überzeugt.
Ich habe gelernt, dass Reisen frei macht und wunderbar ist und ich auf jeden Fall öfter reisen sollte, nach Neuseeland gabs nicht mehr so viel. Lag aber auch am Geld. Nehme ich mir aber für 2017 dann vor. Reisen und Fotografieren sind meine großen Sachen im Leben und denen möchte ich mich viel widmen.
Und glaubt mir, Freunde sind wichtig, so sehr wichtig im Leben, zumindest die Richtigen, ohne die hätte ich das Jahr wahrscheinlich nicht ausgehalten, muss man schon sagen. Ist halt wirklich die Familie, die man sich aussuchen kann. Selbst Bekanntschaften können viel ausmachen und einen verändern, jede Person hat irgendwie Einfluss auf uns im Leben.
Ich will in meine Bilder mehr Emotionen reinbringen. Gerade beim Reisen will ich mehr fotografieren und zeigen wie ich in dem Moment gefühlt habe.
Danke an alle, die ich 2016 gesehen, gesprochen, getroffen habe. Jeder hat mein Jahr einzigartig gemacht.

Jahresrückblick - Januar bis Mai 2016

So, dann wage ich mich wohl auch mal an einen Jahresrückblick. Ich mag eigentlich solche Sachen sehr, ich mache Videos und Fotobücher, alles abzuschließen und zurückzublicken beruhigt mich selbst. Aber ich bin mir immer unsicher ob andere Leute das auch gerne lesen wollen, gerade wenn natürlich alle ihre Jahresrückblicke raushauen kann man das irgendwann nicht mehr sehen. Wie zu Weihnachten, ich hatte schon genug Weihnachtsbäume gesehen bevor überhaupt unser aufgestellt war. Dann versuche ich mal so gut wie möglich alles zusammenzufassen.

 

Januar 2016 - Noch in Neuseeland und genossen
 
Dort wusste ich noch nicht, was das Jahr für mich bereithält. Wir starteten als erste in der ganzen Welt ins neue Jahr in Queenstown, was ein Gefühl Happy New Year Sprachnachrichten zu verschicken, wenn es in Deutschland 12 Uhr mittags ist. Wir haben viel erlebt, natürlich, ich vergesse immer wieder, dass ich Anfang des Jahres noch dort war. Wir fuhren Richtung Lake Tekapo, haben das blauste Blau der Welt gesehen, sahen Pinguine und ich schwamm mit Delfinen, ich kann wohl sagen, dass das der beste Tag des Jahres war, am 12.01., so früh schon das Beste. Wir trafen alte Freunde wieder, mit denen wir gereist sind. Pascal schwamm mit Robben. Wir fuhren wieder auf die Nordinsel zurück. Reparierten unser Licht am Auto, vom Unfall vor Monaten. Und fuhren an Orten, die wir schon gesehen hatten, aber so schön fanden um noch einmal hinzufahren. Und erreichten am 31.01. Taupo.

 

 

Februar 2016 - Nach Neuseeland ging es auf nach Hause
 
In Taupo blieben wir eine ganze Weile und genossen unser einfaches Leben und gingen jeden Tag baden, da es schön warm war zu der Zeit. Wir fuhren dann weiter in den Westen, wo wir beim ersten Mal, als wir auf der Nordinsel waren, nicht hinfuhren. Surf Highway 45 und Raglan, waren ein Teil davon und ich liebte die Atmosphäre dort. Komplette Surferwelt und alle so entspannt, wie ich noch nie jemanden gesehen hatte. Wir fuhren wieder hoch nach Rotorua, mit dem Gedanken, bald neigt sich unsere Reise dem Ende. Noch einmal nach Tauranga um das nachzuholen, was wir beim ersten Mal nicht getan hatten, als wir dort waren, uns aber empfohlen wurde von 2 Kiwis, die dort lebten. Richtung Coromandel und die schönsten Strände der Welt sehen, nach meinem Gefühl, wir lebten im Paradies. Die Zeit kurz vor dem Ende war am schönsten, vielleicht weil man bemerkt, wie gut man es doch eigentlich hat? Am 16.02. gaben wir unser Auto "Bob" ab und mussten mit unseren Rucksäcken nach Auckland für eine Nacht ins Hostel. Am 17.02. flogen wir dann von Auckland aus nach Hause. Ein sehr langer, aber im Gegensatz zum Hinflug, entspannter Flug. Total fertig kamen wir am Flughafen an, endlich unsere Familien wiedersehen nach so langer Zeit, aber wir wurden überrascht und fast all unsere Freunde standen mit einem großen Plakat da. Ach was hab ich sie vermisst.
Zurück in Deutschland musste man sich an den Überfluss von Dingen, die man auf einmal wieder hatte, erst einmal gewöhnen und an den Alltag. Ich traf mich nach und nach mit all meinen Freunden und kam schneller wieder in mein normales Leben, als ich dachte. Ich fuhr eine Woche später nach Nürnberg, um meine Internet Freundin zu besuchen. Der Februar war also der krasseste Monat von der Veränderung her. Meine Gefühle musste ich erst einmal alle ordnen.

 

 

 März 2016 - Mit noch vorhandenem Optimismus ins Jahr
 
Für mich begann das Jahr erst so richtig, Neuseeland ist ein eigener Abschnitt, März war also fast wie mein eigener Januar und ich startete durch, ich verbrachte so viel Zeit mit Freunden und mit Pascal. Wenn man sich ein halbes Jahr 24/7 gesehen hat und dann auf einmal nicht mehr ist das ein merkwürdiges Gefühl. Ich ging auf mein erstes Konzert des Jahres wieder, von Sunrise Avenue, was ich so sehr vermisst hatte. Ich fing langsam wieder an Fotos von Freunden zu machen und Ostern war Zeit für Familie. Ein wenig fing ich schon mit Bewerbungen an, für die Ausbildung zur Fotografin. Insgesamt ein guter, aber nicht sehr spannender Monat. Trotzdem plagte mich der Post Travel Blues und die Fernweh Gefühle und dieses Langeweile Gefühl, hörte aber nicht besonders darauf und unterdrückte es eher.

 

 

April 2016 - Zukunftspläne und die Angst davor
 
Es meldeten sich nach und nach immer mehr Studios, dass sie mich gerne zum Bewerbungsgespräch einladen wollen, was viele über Telefon taten und für mich, mit der Telefonierphobie, war das echt nicht einfach. Es kam aber nicht eine Absage, ja man könnte sagen, ich war stolz. Mit Hannover fing es an. 3 Stunden entfernt, ach ist doch egal, stört mich nicht. War aber nicht mein Fall. Zwischendurch ein Alligatoah Konzert, das war vielleicht genial, man kann es sogar auf Youtube nachgucken, WIE genial es war. Dann folgte Lübeck, ich muss sagen, das war auch nicht mein Fall, eher ein bisschen unheimlich könnte man fast sagen. Berlin als Nächstes, nichts Besonderes, aber nett. Dann Hamburg, super nett, wundervolle Bilder, bester Eindruck bisher. Kiel als Letztes und war auch echt gut. Es zog mich also in den Norden. Ich vereinbarte 2 Praktika in Hamburg und Kiel im Mai. Volles Programm also. Freute ich mich? Wer weiß das so genau, ich glaube in meinem Kopf kam das noch nicht so ganz an, dass ich da meine nächsten Jahre verbringen sollte, fernab von zu Hause und Freunde, aber das kommt noch.

 

 

Mai 2016 - Der erste Zusammenbruch
 
Gleich die erste Woche im Mai stand das Praktikum in Hamburg an. Über Airbnb hatte ich ein Zimmer in einem Haus in Hamburg, um dort zu übernachten. Nicole war so so lieb, ich bin froh, dass ich genau dort bei ihr war, sie hat mir wirklich geholfen. Aber auf jeden Fall musste ich leider eine Stunde Bus fahren in Hamburg, um ins Studio zu gelangen. Naja muss man durch. Am Montag war nur ein Teil des Ladens auf, also machte ich den halben Tag Passbilder und schnitt diese zu, was ein Spaß. Am nächsten Tag wurde ich eingeführt, sollte helfen so gut ich konnte und ich hatte das Gefühl, der Tag ging, und ging einfach nicht vorbei. Es zerrte sich ewig und ich fand keinen richtigen Draht, es machte kein Spaß und hatte das Gefühl an mir war sehr viel auszusetzen. Als ich in der Airbnb Wohnung war, fragte mich mein Host Nicole wie ich es fand und fing an zu weinen und meinte ich fühle mich dort einfach nicht wohl. Ich erzählte ihr meinen Tag und sie zeigte so viel Vertsändnis und meinte ich solle es lieber lassen. Recht hat sie, was ich gelernt habe, wenn etwas nicht passt, lass es. Sie war eine große Inspiration, hat mir viel von sich erzählt, das wir uns sehr ähneln und ich glaube, wäre sie nicht, hätte ich nicht den Mut gehabt abzubrechen. Am nächsten Tag sollte ich mit der Chefin zu einem Außeneinsatz, dafür sollte ich früher kommen, kein Problem. Ich habe noch einmal extra Puffer eingebaut, aber die Busse hatten einfach verdammt noch mal alle so eine riesen große Verspätung, womit ich nicht rechnen konnte, dass ich zu spät war und sie ohne mich losfuhr. Ich durfte dann mehrere Stunden Papier falten, was ein Spaß, erneut. Als sie etwas wütend wiederkam, hatte ich schon längst meinen Entschluss gefasst und gemeint ich möchte abbrechen. Sie hatte Verständnis, alle Anderen auch. So blieb ich noch einen Tag in Hamburg, denn es war Himmelfahrt und Feiertag und Pascal wollte kommen. So verbrachten wir noch einen Tag dort und fuhren gemeinsam zurück nach Hause. Berlin hatte mir unterbewusst sehr gefehlt, Hamburg ist einfach nichts für mich. Berlin ist die einzig wahre Großstadt.

 

Das dann erst mal allen zu erklären war anstrengend, immer wieder das durchgehen, alle reagierten gleich, trotzdem fühlte ich mich nicht gut. In dem Gespräch mit meinem Host Nicole, keimte der Gedanke auf, dass eine Ausbildung gar nichts für mich ist, was auch stimmt. Die Idee vom Studium kam auf. Es machte mich zwar fertig, dass das Praktikum so einen schlechten Einfluss hatte, aber ich wollte nicht so schnell aufgeben. Musste ich das nur noch meinen Eltern beibringen. Sie waren nicht sehr begeistert, aber akzeptierten es. Kiel sagte ich ab. Neues Ziel vor meinen Augen.
Nebenbei durften aber natürlich meine Freunde nicht fehlen und ich fotografierte auch eine Jugendweihe. Ich gewann sogar ein Fotoshooting durch adidas neo und wir wurden von Peter Fauland fotografiert in Berlin. Das war mal eine Erfahrung nicht hinter der Kamera zu stehen. Insgesamt also ein durchwachsener Monat und ein Start in eine schwierige Phase.

 

Footergrafik Text Caroline Mäske

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